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05 August, 2018

Klassik, versetzt mit manchmal bluesiger, manchmal hart rockender, manchmal folkiger Gitarre: Procol Harum

Procol Harum 1972-1977

Als Robin Trower Procol Harum verliess, um in den USA eine Solokarriere zu starten, wurde er  durch den aus Birmingham stammende Beatmusiker David Ball ersetzt. Ausserdem kam Bassist Alan Cartwright als Entlastung für Chris Copping, da Copping mittlerweile auch die Orgel bediente.



Ball ist auf dem einzigen offiziellen Live-Album der Band Procol Harum Live - In Concert with the Edmonton Symphony Orchestra zu hören. Er verliess die Gruppe 1973 während der Aufnahmen zum Album Grand Hotel, um mit Long John Baldry aufzutreten. Sein Platz wurde von Mick Grabham übernommen, der Robin Trowers und auch David Balls Blues-Rock-Sound durch Anleihen aus Country und Folk ergänzte.



Grabham blieb bis 1977. Er wirkt also in vier Procol Harum-Alben mit: Grand Hotel, Exotic Birds and Fruit, Procol's Ninth und Something Magic


Mick Grabham... damals. 


Robin Trower (dessen ersten drei Alben von Matthew Fisher produziert wurden) arbeitete ab 1980 mit wechselnden Musikern, darunter Jack Bruce. In den USA war er mit seiner Band sehr erfolgreich. Trower beteiligte sich 1991 an der Wiedervereinigung von Procol Harum und wirkte auf dem Album The Prodigal Stranger mit. Im Anschluss daran konzentrierte er sich wieder auf seine Solokarriere.


Und David Bell ist am 1. April 2015 gestorben. Leider.


Exotic Birds and Fruit, 1974. Da fragt Gitarrist Grobham, gleich zum Anfang: "Is it on, Tommy?"






Something Magic, 1977: Ein weiteres Harum-Album (das zehnte) mit vielen schönen Songs und mit viel  Liebe zum Detail arrangiert. Nach dieser Platte und nach zehn erfolgreichen Jahren zusammen trennte sich die Gruppe für fast siebzehn Jahre! Die LP ging unter im allgemeinen Musikbusiness der späten 70er. Sie ist total unterbewertet. Der gleichlautende Titelsong als Einstieg ist ein starker Opener. Song 4 "The Mark of the Claw" ist ein echter Fetzer, aber wir von Rockpolitrix empfehlen ein weiteres, langes Stück: "The Worm and The Tree" (Tracks 6, 7 und 8).



04 August, 2018

Procol Harum - 'Novum'




2017 kommt ein neues Procol Harum-Album auf dem Markt: Novum. Das erste seit - sage und schreibe - 14 Jahren. Pünktlich zum 50. Jubiläum der Band.

Die letzten Studioaufnahmen waren mit The Well's On Fire im Jahr 2003 erschienen. Inzwischen haben sich mit Organist Matthew Fisher und Texter Keith Reid zwei Originalmitglieder verabschiedet. 



Novum, 2017.  Die Lyrics stammen hier überwiegend von Pete Brown
(früher z. B. für Cream - "White Room"). Phantastisch wie immer die Stimme Gary Brookers. Einen Punkt Abzug gibt es, weil die Orgel etwas zu "bescheiden" eingesetzt wird. Das Artdesign reiht auf dem gewohnt hohen Niveau anderer Procol Harum Cover.




Sänger und Pianist Gary Brooker erklärt: "Nach 2003 gabs eine grosse Unterbrechung wegen den Gerichtsverhandlungen". 
Zur Erinnerung: Fisher klagte 2005 Urheberrechte und Tantiemen am Hit "A Whiter Shade Of Pale" ein, und 2009 bekam er in letzter Instanz Recht.
"Das kostete viel Zeit, und auch die Inspiration ging flöten."




Procol Harum gibt es schon seit über fünfzig Jahre (einundfünfzig in diesem Jahr) aber in der neuen Besetzung (neben Brooker Guitarrist Geoff Whitehorn, Keyboardist Josh Phillips, ex Van Morrison - und Manfred Mann Earth's Band-Drummer Geoff Dunn und - last not least - Bassist Matt Pegg, der den Sohn von Fairport Convention- und Jethro Tull-Bassist Dave Pegg ist) spielen sie seit etwa elf Jahren zusammen.
"Novum kommt aus dem Lateinischen wie wohl auch unser Name Procol Harum" sagt Brooker. "Hoffentlich ist auch der Sound immer noch typisch Procol Harum. Doch wir schauen in die Zukunft!"





Textlich und musikalisch überzeugend war auch Well's On Fire... 




Für Fans des Symphonic Rock!
















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Musikalische Magie jenseits jeder Norm: Procol Harum.







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26 Juli, 2018

Procol Harum und der "Song, der niemand versteht"

Matthew Fisher klagte spät seine Autorenschaft an "A Whiter Shade Of Pale", ein.
Und er wurde zum "Mr. 40 Prozent".





4 Jahrzehnten lang galt Gary Brooker als alleiniger Komponist von Procol Harums grössten Hit aus dem Jahr 1967, dann begann ein langwieriger Rechtsstreit um die Urheberschaft. Schon 1973 hatte Matthew Fischer erzählt, dass wesentliche Teile von "A Whiter Shade Of Pale" von ihm stammten.
Fischer gehörte zur Band von 1967 bis 1969. Lange Zeit arbeitete er dann als Produzent und Session Man. 1991 zählte er zur Wiedervereinigungsbesetzung der Gruppe und 2004 quittierte der begabte Klavier- und Orgelspieler definitiv den Dienst.
Erst 2005 verklagte er Brooker und den Verlag Onward Music Ltd. auf Zahlung von 1.000.000 Pfund (in Buchstaben: einer Million Pfund), und in letzter Instanz sprach ihm schliesslich das House of Lords Copyright-Rechte an dem Stück und damit einen 40-Prozent-Anteil an den Tantiemen zu.

Vor seiner Zeit mit Procol Harum war Fisher u. a. Organist bei Screaming Lord Sutch gewesen. Er liebte Bachzitate. Das Hammondorgelspiel auf "A Whiter Shade of Pale" ist Bachs Air aus der Orchestersuite Nr. 3 nachempfunden. Weitere Bachzitate sind das Präludium C-Dur im Mittelteil des Instrumentalstückes "Repent Walpurgis" und "The Signature" auf dem Procol-Harum-Album The Well's on Fire von 2003.





Für den Text des Welthits "A Whiter Shde Of Pale" ist Keith Reid zuständig. Von ursprünglich vier Strophen sind nur zwei für die Studioaufnahme verwendet worden, und an einer Interpretation der Versen haben sich viele kluge (und weniger kluge!) Leute versucht. BBC-Radio bezeichnete "A Whiter Shade Of Pale" 2005 als "den Song, den niemand versteht".

"Ich wollte gar nicht geheimnisvoll sein" erklärte Reid 2008 in einem Interview. Er widersprach Meinungen, es gehe um eine Mann-Frau Beziehung, die nach einem Streit in sexuellen Handlungen ende: "Es ist schlicht und einfach eine Girl-verlässt-Boy-Geschichte. Und ich habe die Lyrics unter dem Einfluss von Büchern, nicht von Drogen geschrieben".


Der Text von "A Whiter Shade Of Pale"


We skipped the light fandango
Turned cartwheels 'cross the floor
I was feeling kinda seasick
But the crowd called out for more
The room was humming harder
As the ceiling flew away
When we called out for another drink
The waiter brought a tray

And so it was that later
As the miller told his tale
That her face, at first just ghostly
Turned a whiter shade of pale

She said, 'there is no reason
And the truth is plain to see.'
But I wandered through my playing cards
And would not let her be
One of sixteen vestal virgins
Who were leaving for the coast
And although my eyes were open
They might have just as we've been closed

She said, I'm home on shore leave,'
Though in truth we were at sea
So I took her by the looking glass
And forced her to agree

Saying, 'you must be the mermaid

Who took Neptune for a ride.'
But she smiled at me so sadly
That my anger straightway died
If music be the food of love
Then laughter is its queen
And likewise if behind is in front
Then dirt in truth is clean
My mouth by then like cardboard
Seemed to slip straight through my head
So we crash-dived straightway quickly
And attacked the ocean bed


Procol Harum - Top 10 Re-Issues

Still There'll Be More: An Anthology 1967-2017


Limited eight disc (five CDs + three NTSC/Region 0 DVD) set.
Disc 4 features the band's legendary concert at the Hollywood Bowl on 21 September 1973 (with the Los Angeles Philharmonic Orchestra and the Roger Wagner Chorale), whilst disc 5 features a previously unreleased concert at the Bournemouth Winter Gardens on 17 March 1976. The DVD content features over 3,5 hours of footage, mostly previously unreleased. Disc 6 begins with a performance of 'A Whiter Shade of Pale' on the BBC TV show Top of the Pops from December 1967 before moving to the archives of the German Beat Club series. All of the band's surviving performances for the show are here, including the entire un-broadcast raw video footage of the band's Beat Club Workshop studio concert from 1971, shorn of the visual gimmickry of the actual broadcast, revealing the pure performance on DVD for the first time. Disc 7 features the entire sixty-five minute recording session of a performance for the German Musikladen series in October 1973, most of which was never shown on television. Disc 8 features more BBC TV performances, including a rendition of 'Pandora's Box' from Top of the Pops in September 1975 and the band's set for the Sight and Sound In Concert series in March 1977. This re-mastered set also features a 68 page hard backed book with an essay by Patrick Humphries and a lengthy in depth commentary on the performances featured by respected Procol Harum authority Roland Clare. The book also includes many previously unseen photographs and memorabilia from Gary Brooker's private collection. Still There'll Be More also includes a 60cm x 40 cm reproduction poster from a Procol Harum concert in 1976.




Die Briten haben keine Zweifel: Procol Harum sind eine der Bands, die den Progrock (Prog Rock, Progressive Rock) initiierten. Mit diesem Hardcover-Set (Label: Esoteric Recordings) kriegen wir die essentiellen Songs auf drei CDs serviert, beginnend mit dem Riesenhit "A Whiter Shade Of Pale". Zwei weitere CDs sind den Live-Auftritten der Band gewidmet, und dazu kommen noch 3 DVDs.

Ein Musik-Ereignis der gehobenen Art!

Die Band wurde von Sänger/Pianist Gary Brooker und Songtexter Keith Reid 1967 gegründet. Sie nahmen Drummer B.J. Wilson mit sich, der Procol Harum den Vorzug vor Led Zeppelin gab. "A Whiter Shade of Pale" wurde kurz nach seiner Veröffentlichung 2,5 Millionen Mal und seitdem weltweit mindestens 6 Millionen Mal verkauft. Der Erfolg traf die Autoren Brooker und Reid unvorbereitet. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg dieses Songs hatte das an Johann Sebastian Bach orientierte Hammond-Orgelspiel von Matthew Fisher. Als Komponisten galten lange Zeit nur Brooker und Reid, bevor Ende 2006 ein britisches Gericht Matthew Fisher einen Teil der Urheberrechte zuschrieb.



Es folgten weitere Hits wie "Homburg" und "A Salty Dog". Auch in den 1970er Jahren hatten Procol Harum Erfolg (wenn auch nicht mehr so wie am Anfang), unter anderem mit dem Album Grand Hotel, auf dem Christiane Legrand als Gastsolistin sang.




Die Besetzung wechselte – bis auf Brooker, Wilson und Reid – häufig.
Diese Urgesteine des Rock veröffentlichten bis zu ihrer Auflösung 1977 zehn Alben, darunter Live with the Edmonton Symphony Orchestra. Sie zeichneten sich durch einfallsreiche, oft an klassischer Musik orientierte Kompositionen aus. (Daher werden sie mit The Nice und The Moody Blues verglichen.) Daneben finden sich im Werk von Procol Harum aber auch immer wieder Songs, die stark im Blues verwurzelt sind.

1991 fand sich Procol Harum erneut zusammen, mit Mark Brzezicki anstelle des 1990 verstorbenen B. J. Wilson am Schlagzeug, und ist nach wie vor eine erfolgreiche Live-Band. Auch im Studio wurde die Gruppe wieder aktiv.



In der aktuellen Besetzung spielen, neben Gary Brooker, Geoff Whitehorn (Gitarre), Josh Phillips (Orgel), Geoff Dunn (Schlagzeug) und Matt Pegg (Bass). Pete Brown ist für die Texte verantwortlich.

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All This And More: das lange Musik-Abenteuer von Brooker & Co. erzählt von Giuliano Benassi

03 September, 2017

Peter Gabriel. Rockpalast 1978. Full Show



Peter Gabriel - voc/piano Tony Levin - voc/bass Jerry Marotta - drums/voc Sid McGuiness - guit/voc Larry Fast - keyb Timmy Capello - keyb/sax 0:00 Introduction 1:16 On The Air  7:06 Moribund The Burgermeister  12:29 Perspective  16:39 Here Comes The Flood  20:29 White Shadow  25:22 Waiting For The Big One  32:01 (introducing the band) 33:12 Humdrum  37:13 I Don't Remember  42:35 Solsbury Hill  47:45 Modern Love  53:31 The Lamb Lies Down On Broadway 





Geboren wurde Peter Gabriel am 13.02.1950 in Cobham (UK). 1965 spielte er mit seinem Freund Tony Banks in der Band The Garden Wall aus der später durch Zusammenschluß mit Anon die Suppergruppe Genesis entstand. 
Bei Genesis war Gabriel der visuelle Mittelpunkt. Berühmt waren seine Verkleidungen. Aber auch kreativ war er entscheidend für die Genesis-Werke. 1975, nach Beenden der The Lamb Lies Down On Broadway Tour, stieg Peter Gabriel bei der Band aus, und in den nachfolgenden drei Jahren hat er unter eigenem Namen zwei gut notierte LPs, einige Hits und erfolgreiche Tourneen durch Europa und die USA gemacht.
Er experimentierte gern mit Synthezisern, Ethno Klängen und arbeitete mit afrikanischen Musikern. 1986 erschien sein Mega Seller "Sledgehammer", bekannt geworden durch das Video. Aus dem Album SO wurden mehrere Singles ausgekoppelt, so auch die Ballade "Don´t give up" mit Kate Bush





Gabriel beteiligte sich an vielen Benefiz Konzerten und nahm an der Tour Human Rights Now zugunsten von Amnesty International, gemeinsam mit Yousson N`Dour, Sting, Tracy Chapman und Bruce Springsteen teil. Er machte auch einige Film Soundtracks und trat beim 25 Jahre Woodstock Spektakel auf.



12 August, 2017

Änglagård - die norvegische DVD... die man aber nicht findet!

25 Jahre nach ihrem Debütalbum Hybris, bringt Schwedens Retroprogband Änglagård die erste offizielle Live-DVD an den Start. Kaum zu glauben: im westlichen Nachbarland gedreht, in einem kleinen Club mit dem Namen Sandvikener Musikflekken.

 
Kaum veröffentlicht und schon vergriffen: Made in Norway. Auch bei Amazon unauffindbar. Auf jedem Fall: Wer Zeit und Geduld hat, kann sie im FanClub-Store erstehen. http://www.anglagardfanclub.com/store.html


Nur drei Studioalben aber dafür fünf Live-Alben hat die Gruppe veröffentlicht, die 1991 mit dem Ziel gegründet wurde, den Progressive-Rock der 1970er-Jahre wieder aufleben zu lassen. 
Als Kostprobe für die Unangeweihten: das ganze Viljans Öga-album (2012).





Stark, net? Das Schönste ist, die Verwendung von diversen Originalinstrumenten (Mellotron, Hammondorgel und Rickenbacker-Bass. Alles aus den Siebziger Jahren). 



Current line-up
  • Johan Brand (born Högberg) – bass (1991–1994, 2002–2003, 2009–present)
  • Tord Lindman – guitars, vocals (1991–1994, 2012–present)
  • Anna Holmgren – flute (1992–1994, 2002–2003, 2009–present)
  • Jonas Engdegård – guitars (1991–1994, 2002–2003, 2009–2012, 2014–present)
  • Erik Hammarström – drums, percussion (2012–present)
  • Linus Kåse – keyboards (2012–present)


Former members
  • Thomas Johnson – keyboards (1991–1994, 2002–2003, 2009–2012)
  • Mattias Olsson – drums, percussion (1991–1994, 2002–2003, 2009–2012)


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25 September, 2016

DUNDU - was ist das?

DUNDU: Der "tanzende Riese"



"DUNDU" ist  eine ironisch-lustige Abkürzung für "Du und Du".


Ein zweites Du? Ja! Das andere Du ist dieser freundliche Riese in Form einer Lichtgestalt, der durch die Gassen und über die Plätze von Städte und Städtchen wandert, wo ein Musikfestival oder ein Lasershow stattfindet. 







DUNDU bewegt seine langen Glieder, berührt fast Köpfe und Gesichter mit seinen Händen, hier sagt er Hallo!, dort schaut er um die Ecke...




Puppenbauer Tobias Husemann ist der Erfinder dieser Lichtgestalt. Und er weiss sie auch kunstvoll zu den Klängen des eigens komponierten Live-Musik zu bewegen.





24 August, 2016

Fußballhymne

In ein paar Tagen beginnt die Fussball-Bundesliga wieder und wir wollen natürlich die richtigen Chöre in den richtigen Stadien hören. Und mitsingen!

Hier unsere Lieblings-Fußballhymne:

1. The White Stripes - "Seven Nation Army" (2003)
2. Chumbawamba - "Tubthumping" (1997)
3. Blur - "Song 2" (1997)
4. Gerry And The Peacemakers - "You'll Never Walk Alone" (1963)
5. (zur ehre des FC St. Pauli) Die Ärzte - "Teenager Liebe" (1984)













17 August, 2016

Bald zurück!

Hallo hallo! 

Rockpolitrix ist bald zurück! 



Die Themen bleiben die gleichen. Nur die Häufigkeit der Posts wird sich bessern: Ich will in der Tat mindestens ein Artikelchen jede Woche veröffentlichen...




Profil von Rockpolitrix:



Untertitel: 'Stereophonische Gedanken'.

Dieses Blog beschäftigt sich mit Themen, die Musikliebhabern interessieren. Progressive Rock ist der Hauptpunkt, aber ich rezensiere auch Klassik, Jazz, Pop... und natürlich Konzerte und ähnliche Events.


Bis...............................bald!!! 


09 November, 2013

Zwei rockige Nimmermüden: Mike Portnoy, Steve Wilson

MIKE PORTNOY
(Dream Theater, The Winery Dogs, Transatlantic, Flying Colors)



Ex-Dream Theater Drummer Mike Portnoy gilt seit Jahren als musikalischer Workaholic. Bevor Anfang 2014 ein neuer Chartbreaker aus dem Hause Transatlantic anliegt, sind von Mike drei hochwertige Projekte am Start.

 Winery Dogs - Winery Dogs
Winery Dogs sind: Richie Kotzen (Gitarre, Gesang), Billy Sheehan (Bass, Gesang), Mike Portnoy (Schlagzeug, Gesang).
Erstklassiger Hardrock mit einer sehr schönen Prise 90er Anleihen wie den Black Crowes und Soundgarden. "Für viele dürfte vor allem Kotzens kraftvolle Stille ein Kaufanreiz sein: Der 43-Jährige kann selbst einem klassischen Shouter wie David Coverdale das Wasser reichen. Erwähnenswert ist aber auch, dass diese Hardrock-Supergroup dank des agilen Rhythmus-Dreamteams Sheenan/Portnoy schon jetzt ihren eigenen Sound gefunden hat." (Matthias Bergert im eclipsed Rock-Magazin von November 2013)





Flying Colors - Live In Europe
Portnoy meint: "Was für eine Band! Was für eine Tour! Die Magie, die wir im Studio auf unseren Debütalbum festhalten konnten, kam auf der Bühne noch stärker rüber und wurde letztendlich durch die Tour in Stein gemeisselt. Ich genoss jeden Abend auf der Bühne und hatte jeden Moment das Gefühl, Teil von etwas ganz besonderem zu sein."
Gegründet 2012, stand Anfangs eine einfache Idee hinter Flying Colors: virtuose Musiker und ein Popsänger machen neumodische Musik auf altmodische Weise. Verschiedene Stylen, Facetten und Klangfarben. Eine Verschmelzung von Klassischer Kunstfertigkeit und Zeitgenossischem Sound dank einer Gruppe virtuoser, erfahrener Profis: Mike Portnoy (Schlagzeug, Gesang), Dave LaRue (Bass), Neal Morse (Keyboard, Gesang), Casey McPherson (Gesang, Gitarre) und Steve Morse (Gitarre).
Aufgenommen wurde Live In Europe am 20. September 2012 im niederländischen Tilburg. Neben dem kompletten Debütalbum spielt die Band Favoriten der einzelnen Mitglieder. Erfrischend, klassisch, alt und neu. 





Portnoy / Sheehan / MacAlpine / Sherinian - Live In Tokyo
Live In Tokyo zeigt ein Konzert der Supergroup PSMS vom 14. November 2012 im Zepp Tokyo mit Mike Portnoy, Bassist Billy Sheehan (Talas, Mr. Big, David Lee Roth), Gitarrist Tony MacAlpine und Keyboarder Derek Sherinian (Black Country Communion, Dream Theater, Billy Idol). Die 95-minütige Show umfasst eine große Brandbreite an Instrumentalnummern aus den unterschiedlichen Karrieren der einzelnen Gruppenmitglieder.





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STEVEN WILSON
Wikipedia (ausgerechnet!) bringt es auf den Punkt: 
"Am besten bekannt als Gründer, Sänger, Gitarrist und Songwriter der Progressive-Rock-Band Porcupine Tree, deren Alben Deadwing (2005) und Fear of a Blank Planet (2007) vom Classic Rock Magazine zum jeweiligen Album des Jahres gekürt wurden, ist Steven Wilson auch in vielen anderen Bands und Projekten involviert, die weit über die Genre-Grenzen des Progressive-Rock hinausgehen."

Schon. Schön. Diese Projekte sind Bass Communion, Blackfield (zusammen mit Israels bekanntestem Musiker Aviv Geffen), No-Man, Incredible Expanding Mindfuck (I.E.M.). Und wahrscheinlich haben wir was vergessen.


Die Bestätigung von so viel Arbeitsucht kommt von Gavin Harrison, Schlagzeuger von Porcupine Tree, der jetzt auf Tour mit Multiinstrumentalist 05Ric ist. (Gavin Harrison und 05Ric spielen zwischen 13.11 und 4.12 fünf Konzerte in Deutschland.):
"Wann es mit Porcupine Tree weiter geht? Hmmm... Steven Wilson ist ja mit all seinen Mitstreitern regelmäßig in Kontakt, so auch mit mir. Keine Ahnung, wie der Kerl das hinkriegt, ohne den Überblick zu verlieren. (...) Momentan bin ich mehr auf Spaß bei der Arbeit aus. Aber das wird sich wieder ändern, wenn Mister Wilson ruft."


Blackfield - IV
Israels bekanntester Musiker Aviv Geffen und Prog-Legende Steven Wilson (Porcupine Tree) melden sich mit neuem Album und Special Guests wie Brett Anderson (Suede), Jonathan Donahue (The Flaming Lips, Mercury Rev) und Vincent Cavanagh (Anathema) im Gepäck zurück. Seit dem letzten Blackfield Werk Welcome To My DNA (2011) arbeitete der umtriebige Aviv Geffen mit Produzenten wie Tony Visconti und Trevor Horn, tourte mit U2 und Placebo und wurde ein TV-Star in seiner Heimat. Die zweite Säule von Blackfield, Steven Wilson (Kopf von Porcupine Tree), agiert hier als Gitarrist, Sänger und Engineer. 
Ein großartiges Progessive Pop-Meisterwerk. 





"Außerdem" erklärt Wikipedia, "pflegt er eine Solokarriere unter eigenem Namen." 

In der Tat!  Mit seinem jüngsten Solo-Album The Raven That Refused To Sing hat Wilson für Furore gesorgt. Anfang September erhielt dies fabelhafte Werk die Trophäe in der Kategorie "Bestes Album" bei den Progressive Music Awards in den Londoner Kew Gardens.

 
Besonderheiten/Stil:
Artrock; RetroProg
   
Besetzung:
Steven Wilson     (vocals, mellotron, keyboards, guitars, bass guitar on “The Holy Drinker”)

Gastmusiker:
Nick Beggs     (bass guitar, chapman sticks on “The Holy Drinker”, backing vocals)
Guthrie Govan    (lead guitar)
Adam Holzman     (fender rhodes, hammond organ, piano, minimoog)
Marco Minnemann     (drums, percussion)

So klingt Progressive Rock, der im 21. Jahrhundert angekommen ist. Produziert und eingespielt ist The Raven That Refused To Sing (And Other Stories) perfekt. Steven Wilson ist vor allem ein genialer Produzent und Mixer. (Er ist derjenige, der Benefit - Jethro Tull Klassiker von 1970) "neu abgemischt" hat!) Und dass er Grammy-nominiert ist, soll natürlich auch angemerkt werden.
Nur sechs Stücke verteilen sich auf eine Spielzeit von fast 55 Minuten: eine kleine aber representative Sammlung übernatürlicher Geschichten. Drei komplexere, mehrteilige, längere Stücke (zehn bis zwölf Minuten) wechseln sich ab mit drei "kürzeren" (fünf bis acht Minuten). Unterstützt durch niemand Geringeren als Alan Parsons, der bekanntermaßen bereits 1973 Pink Floyds The Dark Side Of The Moon in ein für die damalige Zeit beeindruckendes Klanggewand hüllte, zitiert Wilson nicht nur bekannte Prog-Bands: er trasportiert die überbordende Kreativität der frühen Siebziger in die Neuzeit. Auf diese Weise verbeugt er sich vor seinen musikalischen Vorbildern. Der Retrobezug ist dabei bei den längeren Stücken ausgeprägter. Dennoch hat das Album eine durchaus einheitliche Gesamtstimmung und wirkt wie aus einem Guss.




Steven Wilson - Drive Home

Neuer 2-Disc-Set von Steven Wilson mit unveröffentlichen Songs, Videos und Liveaufnahmen in High-Resolution-Audio. (Erhältlich als Blue-Ray + CD oder CD+DVD.)
Ein Happen so für Zwischendurch, mit Videos, Outtakes und nicht verwendetes Material vom The Raven That Refused To Sing-Album. Im Laufe der Produktion hat Wilson mehr und mehr hinzugefügt. Die CD bietet den Video-Edit von "Drive Home", eine Orchesterversion von "The Raven..." sowie das bislang unveröffentlichte "The Birthday Party": Ein Progrock-Feuerwerk! Abgerundet wird die CD durch vier Liveaufnahmen vom Konzert in Frankfurt im März 2013. Die DVD bzw. Blueray enthält die animierten Videos zu "Drive Home" und "The Raven..." die "eine reine Augenweide sind" (laut Rezension von BSV im eclipsed Rock-Magazin von November 2013). Zusätzlich gibt es die CD-Studiotracks im 5.1-Sound und Konzertfilme zu den vier Livetiteln der CD.




Links, Referenzen, Twitter, Tags u.s.w.




Mike Portnoy (ex-Dream Theater "stickman") / 

Steven Wilson (Porcupine Tree "mind and guitarist"): 

zwei wahrhafte Nimmermüden.



Die wunderbaren Klänge zweier Meister Ihres Fachs!

http://rockpolitrix.blogspot.de/2013/11/zwei-rockige-nimmermuden-mike-portnoy.html



Leise Kunst und harte Töne. "Sound Fyles" on Facebook: https://www.facebook.com/groups/soundfyles/


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"Neo-Classical Progressive Rock" (SoundCloud): https://soundcloud.com/groups/neo-classical-progressive-rock-music