..

Posts mit dem Label pop werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label pop werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

24 Februar, 2023

Ray Charles

Seine Kindheit war von schweren Schicksalsschlägen geprägt. Er stammte aus ärmlichen Verhältnisse und mit sieben erblindete er.



 Ray Charles war ein multitalentierter, blinder, afroamerikanischer Musiker. Er wird auch als der "Hohepriester des Soul" bezeichnet. Andere Bezeichnungen: "The Genius", "Brother Ray".

     "Georgia On My Mind"

     "Hit the Road Jack"

Ray Charles wurde am 23. September 1930 in Albany, Georgia, in extreme Armut hineingeboren. Sein abwesender Vater, Bailey Robinson, war ein eingewanderter Eisenbahnarbeiter, der seinen Sohn nie kennenlernte. Ray und seine geliebte Mutter Aretha zogen nach Greenville, Florida, als der Junge sechs Monate alt war. Später, als neugieriges, musikalisches Kind mit starkem Rhythmusgefühl, hörte er neben der wöchentlichen Grand Ole Opry und der Gospelmusik seiner Baptistenkirche vor allem Blues und Swing. 





Es waren harte Zeiten. In der baufälligen Unterkunft, wo Ray Charles aufwuchs, gabs nicht mal fließendes Wasser. In seiner Autobiografie 'Brother Ray' erinnerte sich der Musiker daran, dass „wir selbst im Vergleich zu den anderen Schwarzen in Greenville ganz unten auf der Leiter standen“. 

     
"Easy Riding Gal"



Hinzu kamen weitere Schicksalsschläge. Im Alter von fünf Jahren musste Ray hilflos mit ansehen, wie sein vierjähriger Bruder George in einer Waschwanne ertrank. Danach verschlechterte sich seine Sehkraft aufgrund eines Glaukoms erheblich, und da man sich keine ärztliche Behandlung leisten konnte, erblindete er im Alter von sieben Jahren vollständig. 
Charles besuchte daraufhin eine staatliche Schule für Taube und Blinde in St. Augustine, Florida.

     "Mess Around"

     "I Got A Woman"

Er lernte lesen, komponieren und Musik in Blindenschrift zu schreiben. Dazu Klarinette, Trompete, Saxophon und Keyboard. Obwohl er an der St. Augustine Schule mit klassischer Musik vertraut wurde, machte er seine ersten Erfahrungen als Klavierspieler am Instrument von Wylie Pittman, einem lokalen Lebensmittelhändler und Boogie-Spieler. 

Am meisten beeinflussten ihn Jazz-Pianisten wie Art Tatum, Bud Powell, King Cole und Oscar Peterson. Mit zwölf Jahren war Ray Charles angeblich dazu in der Lage, alle Teile einer Big Band oder eines Orchesters zu arrangieren und zu instrumentieren... Trotzdem: selbst das Überleben war schwierig, als Musiker und nicht nur. Schwarze wurden unterdrückt und in vielen Lebensbereichen ausgegrenzt. Keine guten Zukunftsausichten für den dunkelhäutigen Ray Charles.

     "What Have I Done"

     "All To Myself Alone"

Kurz vor seinem fünfzehnten Geburtstag starb unerwartet seine Mutter, die wichtigste Bezugsperson in seinem Leben. Sein Vater war einige Jahre zuvor ebenfalls gestorben. Ray Charles brach daraufhin die Schule ab und versuchte, seinen Lebensunterhalt ernsthaft mit Musik zu verdienen. Greenville war aber nicht der richtige Ort um eine Musikerkarriere zu starten. Auf der Suche nach Arbeit zog der Teenager nach Jacksonville, Florida, wo er kleinere Nebenjobs als Sänger ergattern konnte und wo er ab und zu bei Musikbands unterkam. Dabei nahm er seine ersten Demos auf.

     "I Wonder Who's Kissing Her Now"

Mit siebzehn Jahren reiste der immer noch hungriger Ray Charles an die Westküste der USA und ließ sich eine Zeit lang in Seattle nieder. Dort traf er Quincy Jones und Bumps Blackwell, den Produzenten von Little Richard. Charles stellte zudem erfolgreich ein Trio aus Gitarre, Bass und Klavier zusammen. Das Trio erregte schließlich die Aufmerksamkeit von Jack Lauderdale, einem alteingesessenen Veteranen der Musikindustrie. Um 1950 zog Ray weiter nach Los Angeles und nahm Platten für Lauderdales Label "Swing Time" auf. Zur gleichen Zeit wurde er zum ersten Mal Vater. (Am Ende seines Leben standen ihm zwölf Kinder von zehn verschiedenen Frauen zu Buche.)

     "Heartbreaker"

In den 1950er Jahren war er ein Pionier der Soulmusik, indem er verschiedene Genren - Rhythm & Blues-, Gospel, Blues - in seine frühen Aufnahmen einfließen ließ. Hitsongs wie "What I’d Say" und "Georgia On My Mind" bildeten den Beginn des internationalen Pop-Erfolgs. 

      "What I'd Say"

Charles war ein beliebter Performer. Zahlreich sind seine TV- und Filmauftritten gewesen. 1986 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und gewann 1987 den Grammy Lifetime Achievement Award.

     "Hey Now"

 Ray Charles im Film The Blues Brothers




Ronnie Lamarque - "(Night Time Is) The Right Time" (Cover eines Ray Charles Liedes)

16 September, 2019

Nick Shane - "Hurt"

From his new album Come Under Cover

#NickShane #poprock #pop #music




#hurt #hurts
Visit the artist's FB-homepage!


26 Juli, 2018

Procol Harum und der "Song, der niemand versteht"

Matthew Fisher klagte spät seine Autorenschaft an "A Whiter Shade Of Pale", ein.
Und er wurde zum "Mr. 40 Prozent".





4 Jahrzehnten lang galt Gary Brooker als alleiniger Komponist von Procol Harums grössten Hit aus dem Jahr 1967, dann begann ein langwieriger Rechtsstreit um die Urheberschaft. Schon 1973 hatte Matthew Fischer erzählt, dass wesentliche Teile von "A Whiter Shade Of Pale" von ihm stammten.
Fischer gehörte zur Band von 1967 bis 1969. Lange Zeit arbeitete er dann als Produzent und Session Man. 1991 zählte er zur Wiedervereinigungsbesetzung der Gruppe und 2004 quittierte der begabte Klavier- und Orgelspieler definitiv den Dienst.
Erst 2005 verklagte er Brooker und den Verlag Onward Music Ltd. auf Zahlung von 1.000.000 Pfund (in Buchstaben: einer Million Pfund), und in letzter Instanz sprach ihm schliesslich das House of Lords Copyright-Rechte an dem Stück und damit einen 40-Prozent-Anteil an den Tantiemen zu.

Vor seiner Zeit mit Procol Harum war Fisher u. a. Organist bei Screaming Lord Sutch gewesen. Er liebte Bachzitate. Das Hammondorgelspiel auf "A Whiter Shade of Pale" ist Bachs Air aus der Orchestersuite Nr. 3 nachempfunden. Weitere Bachzitate sind das Präludium C-Dur im Mittelteil des Instrumentalstückes "Repent Walpurgis" und "The Signature" auf dem Procol-Harum-Album The Well's on Fire von 2003.





Für den Text des Welthits "A Whiter Shde Of Pale" ist Keith Reid zuständig. Von ursprünglich vier Strophen sind nur zwei für die Studioaufnahme verwendet worden, und an einer Interpretation der Versen haben sich viele kluge (und weniger kluge!) Leute versucht. BBC-Radio bezeichnete "A Whiter Shade Of Pale" 2005 als "den Song, den niemand versteht".

"Ich wollte gar nicht geheimnisvoll sein" erklärte Reid 2008 in einem Interview. Er widersprach Meinungen, es gehe um eine Mann-Frau Beziehung, die nach einem Streit in sexuellen Handlungen ende: "Es ist schlicht und einfach eine Girl-verlässt-Boy-Geschichte. Und ich habe die Lyrics unter dem Einfluss von Büchern, nicht von Drogen geschrieben".


Der Text von "A Whiter Shade Of Pale"


We skipped the light fandango
Turned cartwheels 'cross the floor
I was feeling kinda seasick
But the crowd called out for more
The room was humming harder
As the ceiling flew away
When we called out for another drink
The waiter brought a tray

And so it was that later
As the miller told his tale
That her face, at first just ghostly
Turned a whiter shade of pale

She said, 'there is no reason
And the truth is plain to see.'
But I wandered through my playing cards
And would not let her be
One of sixteen vestal virgins
Who were leaving for the coast
And although my eyes were open
They might have just as we've been closed

She said, I'm home on shore leave,'
Though in truth we were at sea
So I took her by the looking glass
And forced her to agree

Saying, 'you must be the mermaid

Who took Neptune for a ride.'
But she smiled at me so sadly
That my anger straightway died
If music be the food of love
Then laughter is its queen
And likewise if behind is in front
Then dirt in truth is clean
My mouth by then like cardboard
Seemed to slip straight through my head
So we crash-dived straightway quickly
And attacked the ocean bed


03 September, 2017

Peter Gabriel. Rockpalast 1978. Full Show



Peter Gabriel - voc/piano Tony Levin - voc/bass Jerry Marotta - drums/voc Sid McGuiness - guit/voc Larry Fast - keyb Timmy Capello - keyb/sax 0:00 Introduction 1:16 On The Air  7:06 Moribund The Burgermeister  12:29 Perspective  16:39 Here Comes The Flood  20:29 White Shadow  25:22 Waiting For The Big One  32:01 (introducing the band) 33:12 Humdrum  37:13 I Don't Remember  42:35 Solsbury Hill  47:45 Modern Love  53:31 The Lamb Lies Down On Broadway 





Geboren wurde Peter Gabriel am 13.02.1950 in Cobham (UK). 1965 spielte er mit seinem Freund Tony Banks in der Band The Garden Wall aus der später durch Zusammenschluß mit Anon die Suppergruppe Genesis entstand. 
Bei Genesis war Gabriel der visuelle Mittelpunkt. Berühmt waren seine Verkleidungen. Aber auch kreativ war er entscheidend für die Genesis-Werke. 1975, nach Beenden der The Lamb Lies Down On Broadway Tour, stieg Peter Gabriel bei der Band aus, und in den nachfolgenden drei Jahren hat er unter eigenem Namen zwei gut notierte LPs, einige Hits und erfolgreiche Tourneen durch Europa und die USA gemacht.
Er experimentierte gern mit Synthezisern, Ethno Klängen und arbeitete mit afrikanischen Musikern. 1986 erschien sein Mega Seller "Sledgehammer", bekannt geworden durch das Video. Aus dem Album SO wurden mehrere Singles ausgekoppelt, so auch die Ballade "Don´t give up" mit Kate Bush. 





Gabriel beteiligte sich an vielen Benefiz Konzerten und nahm an der Tour Human Rights Now zugunsten von Amnesty International, gemeinsam mit Yousson N`Dour, Sting, Tracy Chapman und Bruce Springsteen teil. Er machte auch einige Film Soundtracks und trat beim 25 Jahre Woodstock Spektakel auf.



24 August, 2016

Fußballhymne

In ein paar Tagen beginnt die Fussball-Bundesliga wieder und wir wollen natürlich die richtigen Chöre in den richtigen Stadien hören. Und mitsingen!

Hier unsere Lieblings-Fußballhymne:

1. The White Stripes - "Seven Nation Army" (2003)
2. Chumbawamba - "Tubthumping" (1997)
3. Blur - "Song 2" (1997)
4. Gerry And The Peacemakers - "You'll Never Walk Alone" (1963)
5. (zur ehre des FC St. Pauli) Die Ärzte - "Teenager Liebe" (1984)













09 November, 2013

Zwei rockige Nimmermüden: Mike Portnoy, Steve Wilson

MIKE PORTNOY
(Dream Theater, The Winery Dogs, Transatlantic, Flying Colors)



Ex-Dream Theater Drummer Mike Portnoy gilt seit Jahren als musikalischer Workaholic. Bevor Anfang 2014 ein neuer Chartbreaker aus dem Hause Transatlantic anliegt, sind von Mike drei hochwertige Projekte am Start.

 Winery Dogs - Winery Dogs
Winery Dogs sind: Richie Kotzen (Gitarre, Gesang), Billy Sheehan (Bass, Gesang), Mike Portnoy (Schlagzeug, Gesang).
Erstklassiger Hardrock mit einer sehr schönen Prise 90er Anleihen wie den Black Crowes und Soundgarden. "Für viele dürfte vor allem Kotzens kraftvolle Stille ein Kaufanreiz sein: Der 43-Jährige kann selbst einem klassischen Shouter wie David Coverdale das Wasser reichen. Erwähnenswert ist aber auch, dass diese Hardrock-Supergroup dank des agilen Rhythmus-Dreamteams Sheenan/Portnoy schon jetzt ihren eigenen Sound gefunden hat." (Matthias Bergert im eclipsed Rock-Magazin von November 2013)





Flying Colors - Live In Europe
Portnoy meint: "Was für eine Band! Was für eine Tour! Die Magie, die wir im Studio auf unseren Debütalbum festhalten konnten, kam auf der Bühne noch stärker rüber und wurde letztendlich durch die Tour in Stein gemeisselt. Ich genoss jeden Abend auf der Bühne und hatte jeden Moment das Gefühl, Teil von etwas ganz besonderem zu sein."
Gegründet 2012, stand Anfangs eine einfache Idee hinter Flying Colors: virtuose Musiker und ein Popsänger machen neumodische Musik auf altmodische Weise. Verschiedene Stylen, Facetten und Klangfarben. Eine Verschmelzung von Klassischer Kunstfertigkeit und Zeitgenossischem Sound dank einer Gruppe virtuoser, erfahrener Profis: Mike Portnoy (Schlagzeug, Gesang), Dave LaRue (Bass), Neal Morse (Keyboard, Gesang), Casey McPherson (Gesang, Gitarre) und Steve Morse (Gitarre).
Aufgenommen wurde Live In Europe am 20. September 2012 im niederländischen Tilburg. Neben dem kompletten Debütalbum spielt die Band Favoriten der einzelnen Mitglieder. Erfrischend, klassisch, alt und neu. 





Portnoy / Sheehan / MacAlpine / Sherinian - Live In Tokyo
Live In Tokyo zeigt ein Konzert der Supergroup PSMS vom 14. November 2012 im Zepp Tokyo mit Mike Portnoy, Bassist Billy Sheehan (Talas, Mr. Big, David Lee Roth), Gitarrist Tony MacAlpine und Keyboarder Derek Sherinian (Black Country Communion, Dream Theater, Billy Idol). Die 95-minütige Show umfasst eine große Brandbreite an Instrumentalnummern aus den unterschiedlichen Karrieren der einzelnen Gruppenmitglieder.





*******************************

STEVEN WILSON
Wikipedia (ausgerechnet!) bringt es auf den Punkt: 
"Am besten bekannt als Gründer, Sänger, Gitarrist und Songwriter der Progressive-Rock-Band Porcupine Tree, deren Alben Deadwing (2005) und Fear of a Blank Planet (2007) vom Classic Rock Magazine zum jeweiligen Album des Jahres gekürt wurden, ist Steven Wilson auch in vielen anderen Bands und Projekten involviert, die weit über die Genre-Grenzen des Progressive-Rock hinausgehen."

Schon. Schön. Diese Projekte sind Bass Communion, Blackfield (zusammen mit Israels bekanntestem Musiker Aviv Geffen), No-Man, Incredible Expanding Mindfuck (I.E.M.). Und wahrscheinlich haben wir was vergessen.


Die Bestätigung von so viel Arbeitsucht kommt von Gavin Harrison, Schlagzeuger von Porcupine Tree, der jetzt auf Tour mit Multiinstrumentalist 05Ric ist. (Gavin Harrison und 05Ric spielen zwischen 13.11 und 4.12 fünf Konzerte in Deutschland.):
"Wann es mit Porcupine Tree weiter geht? Hmmm... Steven Wilson ist ja mit all seinen Mitstreitern regelmäßig in Kontakt, so auch mit mir. Keine Ahnung, wie der Kerl das hinkriegt, ohne den Überblick zu verlieren. (...) Momentan bin ich mehr auf Spaß bei der Arbeit aus. Aber das wird sich wieder ändern, wenn Mister Wilson ruft."


Blackfield - IV
Israels bekanntester Musiker Aviv Geffen und Prog-Legende Steven Wilson (Porcupine Tree) melden sich mit neuem Album und Special Guests wie Brett Anderson (Suede), Jonathan Donahue (The Flaming Lips, Mercury Rev) und Vincent Cavanagh (Anathema) im Gepäck zurück. Seit dem letzten Blackfield Werk Welcome To My DNA (2011) arbeitete der umtriebige Aviv Geffen mit Produzenten wie Tony Visconti und Trevor Horn, tourte mit U2 und Placebo und wurde ein TV-Star in seiner Heimat. Die zweite Säule von Blackfield, Steven Wilson (Kopf von Porcupine Tree), agiert hier als Gitarrist, Sänger und Engineer. 
Ein großartiges Progessive Pop-Meisterwerk. 





"Außerdem" erklärt Wikipedia, "pflegt er eine Solokarriere unter eigenem Namen." 

In der Tat!  Mit seinem jüngsten Solo-Album The Raven That Refused To Sing hat Wilson für Furore gesorgt. Anfang September erhielt dies fabelhafte Werk die Trophäe in der Kategorie "Bestes Album" bei den Progressive Music Awards in den Londoner Kew Gardens.

 
Besonderheiten/Stil:
Artrock; RetroProg
   
Besetzung:
Steven Wilson     (vocals, mellotron, keyboards, guitars, bass guitar on “The Holy Drinker”)

Gastmusiker:
Nick Beggs     (bass guitar, chapman sticks on “The Holy Drinker”, backing vocals)
Guthrie Govan    (lead guitar)
Adam Holzman     (fender rhodes, hammond organ, piano, minimoog)
Marco Minnemann     (drums, percussion)

So klingt Progressive Rock, der im 21. Jahrhundert angekommen ist. Produziert und eingespielt ist The Raven That Refused To Sing (And Other Stories) perfekt. Steven Wilson ist vor allem ein genialer Produzent und Mixer. (Er ist derjenige, der Benefit - Jethro Tull Klassiker von 1970) "neu abgemischt" hat!) Und dass er Grammy-nominiert ist, soll natürlich auch angemerkt werden.
Nur sechs Stücke verteilen sich auf eine Spielzeit von fast 55 Minuten: eine kleine aber representative Sammlung übernatürlicher Geschichten. Drei komplexere, mehrteilige, längere Stücke (zehn bis zwölf Minuten) wechseln sich ab mit drei "kürzeren" (fünf bis acht Minuten). Unterstützt durch niemand Geringeren als Alan Parsons, der bekanntermaßen bereits 1973 Pink Floyds The Dark Side Of The Moon in ein für die damalige Zeit beeindruckendes Klanggewand hüllte, zitiert Wilson nicht nur bekannte Prog-Bands: er trasportiert die überbordende Kreativität der frühen Siebziger in die Neuzeit. Auf diese Weise verbeugt er sich vor seinen musikalischen Vorbildern. Der Retrobezug ist dabei bei den längeren Stücken ausgeprägter. Dennoch hat das Album eine durchaus einheitliche Gesamtstimmung und wirkt wie aus einem Guss.




Steven Wilson - Drive Home

Neuer 2-Disc-Set von Steven Wilson mit unveröffentlichen Songs, Videos und Liveaufnahmen in High-Resolution-Audio. (Erhältlich als Blue-Ray + CD oder CD+DVD.)
Ein Happen so für Zwischendurch, mit Videos, Outtakes und nicht verwendetes Material vom The Raven That Refused To Sing-Album. Im Laufe der Produktion hat Wilson mehr und mehr hinzugefügt. Die CD bietet den Video-Edit von "Drive Home", eine Orchesterversion von "The Raven..." sowie das bislang unveröffentlichte "The Birthday Party": Ein Progrock-Feuerwerk! Abgerundet wird die CD durch vier Liveaufnahmen vom Konzert in Frankfurt im März 2013. Die DVD bzw. Blueray enthält die animierten Videos zu "Drive Home" und "The Raven..." die "eine reine Augenweide sind" (laut Rezension von BSV im eclipsed Rock-Magazin von November 2013). Zusätzlich gibt es die CD-Studiotracks im 5.1-Sound und Konzertfilme zu den vier Livetiteln der CD.




Links, Referenzen, Twitter, Tags u.s.w.




Mike Portnoy (ex-Dream Theater "stickman") / 

Steven Wilson (Porcupine Tree "mind and guitarist"): 

zwei wahrhafte Nimmermüden.



Die wunderbaren Klänge zweier Meister Ihres Fachs!

http://rockpolitrix.blogspot.de/2013/11/zwei-rockige-nimmermuden-mike-portnoy.html



Leise Kunst und harte Töne. "Sound Fyles" on Facebook: https://www.facebook.com/groups/soundfyles/


#progressive #prog_rock #musik #music #hardrock #rock #ballads


"Neo-Classical Progressive Rock" (SoundCloud): https://soundcloud.com/groups/neo-classical-progressive-rock-music

 

28 September, 2013

Bruno Renzi, Dichter des Pop-Jazz



Bruno Renzi ist ein begnadeter Klavierspieler und seine brandneue CD Vita vissuta ("Erlebtes Leben") ist berührend, ans Herz gehend, stellenweise witzig.


Man braucht nicht Italienisch zu können, um zu verstehen, dass es sich bei den Liedern um Liebe, Sehnsüchte und Vergangenheitsbewältigung handelt. Das ganze in schönen Melodien verpackt: ein sehr romantisches Werk mit existentiellem Hintergrund.


Stylistisch erinnert Vita vissuta an Paolo Contes Welthits, aber Renzi ist nicht unbedingt glücklich mit dem Vergleich. Er attestiert sich selbst Originalität. Auch weil er zum Jazz relativ spät gekommen ist. Heute swingt und jazzt er gern mit seinem Trio (Jochen Enthammer an den Drums, Dave Lewis am Kontrabass), dennoch fing alles ganz anders an: mit Klassicher Musik und den Hits aus Bella Italia.




Mit Günther Skitschak "open air" in Italien:



Das Bruno Renzi Trio im Münchner Schlachthof. Von links: Jochen Enthammer, Renzi, Dave Lewis



Das Leben führte ihn von Toskana nach Bayern. Er hat mal hinter den Tresen gearbeitet, aber eigentlich geht es ihm um etwas anderes: um Musik eben. In diesen Liedern sucht er Antworten auf Fragen des Lebens...

Das Bruno Renzi Trio mit Alexandra Sieber live in Ebersberg. Die Merkur-Online hat den Italiener "genial" genannt.





Auf seinem swingenden letzten Album singt er von Liebe und Einsamkeit.

Aus dem klavierspielenden Barman ist längst ein ernstzunehmender Künstler geworden, der mit raffiniertem Pop und radiotauglichen Jazz-Songs eine schöne Platte abgeliefert hat. Perfekt zum träumen, zum Relaxen, aber auch zum Nachdenken: Vita vissuta.


24 August, 2012

T. Rex: Zwischen Glam und Punk

T. Rex (Tyrannosaurus Rex) und Marc Bolan zählen zu den Protagonisten des Glam Rock und Vorbereitern des Punk. Während ihrer kommerziell erfolgreichen Phase als "Teeniebopper" eher belächelt, erfuhren sie in den letzten Jahren auch von Musikhistorikern Anerkennung.



Mit seinem zurückhaltend androgynen Äußeren (beeinflußt vom Maler Alfons Mucha) und seinen langen Korkenzieherlocken verkörperte Marc Bolan (echter Name: Marc Feld) für die Kinder der siebziger Jahre den Geist des Londoner Undergrounds. Er kam bei einem Autounfall auf der Straße Queen's Ride im Zentrum Londons am 16. September 1977, nur wenige Tage vor seinem 30. Geburtstag, ums Leben. Fahrerin des Austin Mini war seine Freundin, die Sängerin Gloria Jones, die schwerverletzt überlebte.
Von Beginn an war Bolan Initiator, Ideengeber, Songschreiber, Sänger und unbestrittener Frontmann der Gruppe. Somit war sein Tod gleichbedeutend mit dem Ende des Projekts und der Musikgruppe T. Rex. "Prophet einer neuen Generation": so nannte ihn Melody Maker, während für den N.M.E. (New Musical Express) war er "Elfe Presley".



Der Mitbegründer von Tyrannosaurus Rex, Steve "Peregrin" Took, starb am 27. Oktober 1980 im Alter von 31 Jahren, als er sich an einer Cocktailkirsche verschluckte.

Steve Currie verunglückte am 28. April 1981 bei einem Autounfall in Portugal.

Mickey Finn verstarb am 11. Januar 2003 im Mayday Hospital in Croydon im Alter von 55 Jahren an den Folgen jahrelangen Drogenmissbrauchs.

Peter "Dino" Dines verstarb am 28. Januar 2004 an einem Herzinfarkt.



Eine gute Auswahl der ersten T.Rex Songs und der Vorphase ist die Bolan Boogie-Compilation.


"The first greatest hits collection from T. Rex!"

18 Februar, 2012

Der Geiger David Garrett

23 Juni, 2011

The Man Who Sold The World



Who is "The White Duke"

26 Juli, 2010

Reviews von Maximilian Heckers aktueller CD

Zitate aus den deutschen Rezensionen von
I Am Nothing But Emotion, No Human Being, No Son, Never Again Son



»Ein radikal reduziertes Album, unschuldig, verletzlich, wahrhaftig. (…) Diese hohe Kunst des reinen und unverfälschten Gefühls, zelebriert von Liwa, Lennon, Van Morrison und Dylan, ist jetzt Heckers Metier. Auch wenn er erst verschütt gehen musste, um aufzuräumen.« (http://www.intro.de, April 2010)


»Maximilian Hecker ganz unten: Bei den Aufnahmen zum letzten Album "One Day" war Versagensangst sein ständiger Begleiter, er verlor wochenlang seine Stimme. Auch die folgende Asientour wurde zur Qual, weil er bei jedem Konzert das Gefühl hatte, von seiner Musik entfremdet zu sein. Doch dann traf er in Tokyo auf die japanische Prostituierte Nana, die ihn aus der Identitätskrise rettete. Fortan rasierte sich Hecker nicht mehr, er läuft nur noch in Jogginghosen rum, und auch musikalisch entsagt er allen Schönheitskonventionen. So hat er sein sechstes Album mit simpelstem Equipment in der eigenen Wohnung aufgenommen - und jenseits von Studiokosmetik und großen Arrangements ist Hecker wieder so gut wie allenfalls bei seinem Debüt. Natürlich zehren fragile Pianoballaden wie "Holy Dungeon" und "The greatest Love of all" vom unperfekten Sound, doch entscheidend ist wohl vor allem der freie Kopf, der Hecker wieder zum Autor so großer Schmachter werden ließ. Auch Nana, deren Dienste wohl unbezahlbar waren, widmet er einen Song. Und selbst einen größenwahnsinnigen Albumtitel kann Hecker sich jetzt leisten.« (http://www.kulturnews.de, April 2010)


»Hecker mag in einer persönlichen Krise stecken, musikalisch blüht er auf. Sein neues Album, „I Am Nothing But Emotion, No Human Being, No Son, Never Again Son“, lockt in eine Sphäre ekstatischer Empfindsamkeit, die man sonst nur von Künstlern wie Scott Matthews und Antony Hegarty kennt.« (http://diepresse.com, März 2010)


»Radikal reduziert auf Stimme und Gitarre, singt sich Hecker in den Songwriter-Olymp. Seine intimen, fast spirituellen Texte lassen die Last erahnen, die ihm nach der Lossagung von inneren und äußeren Erwartungen von den schmalen Schultern gefallen ist. Ihm, dem Besieger der Dämonen, dem Schöpfer unendlich tragisch-schöner Songs.« (http://www.prinz.de, April 2010)


»Dieses sechste Album ist zweifellos der bisherige Höhepunkt im Schaffen eines dünnhäutigen Künstlers, der seine Krisen kreativ verwertet. Den vor kurzem noch an sich selbst konstatierten Verwesungsprozess hat er damit eindrucksvoll gestoppt. Der Glamour ist abgeschafft, die innere Schönheit erwacht.« (http://www.now-on.at, April 2010)


»Das Abspecken (…) hat Hecker gut getan: Der zum Kitsch neigende Romantikdarsteller ist auf dem besten Wege zu einem Singer/Songwriter, dem sogar ein Bart ganz prima steht.« (Musikexpress, April 2010)


»Es ist mühselig zu erklären, welch famose Songs hier entstanden sind, weil Hecker erstmals auf Unmittelbarkeit statt Postproduktion setzt. (...) Ein Cover mit wilder Mähne und Vollbart, Lieder, so herzzerreißend, dass man sie nur ganz selten, doch dafür umso intensiver hören kann und Maximilian Hecker, der keine Sekunde zögert, die Karten auf den Tisch zu legen - so und nicht anders funktioniert die Genesung des ehemaligen Popprinzen.« (http://www.motor.de, März 2010)


»Das Album selbst hat mehr mit Erlösung als mit Exzess zu tun. Es offenbart 13 Lieder von betörender Schönheit, die in ihrem Quasi-Demo-Sound so einiges mit einem Neugeborenen gemein haben - die Zartheit, die Reinheit, die Unschuld, das Urvertrauen und nicht zuletzt: die Hingabe an das Leben.« (http://www.plattentests.de, März 2010)


»Melancholie im Frühling? In diesem Fall geht das klar, denn Deutschlands Pop-Intellektueller Maximilian Hecker hat ein neues, wunderschönes Album am Start.« (Musikmarkt, März 2010)


»So gut wie auf dem sechsten Album klang er allenfalls bei seinem Debüt.« (UMag, April 2010)


»Man spürt tatsächlich mit jedem Ton, wie sehr ihm diese 13 Songs am Herzen lagen. Damit gelingt Hecker mit einer einfach gehaltenen, direkten Platte ein großes Künststück: Er berührt. Bis hinein in die letzten Synapsen.« (Visions, April 2010)


Weitere Infos: http://www.myspace.com/maximilianhecker






Nana

You've got the answers
You hold the flowers
Don't lead me on tonight
Don't lead me on

You take my money
You say you love me
Don't lead me in your golden eye
I belong there anyway

And all I came for
is shaking off this longing
This desire

You've got the answers
You've got the scent that I know
And you hold the flowers
And you hold the dreams that I've lost

You take my money
And you take my hand in the dark
And you say you love me
And you know that I will believe

04 Mai, 2009

Noch eine Songfee: Esther Ofarim

Esther wurde im Dorf Zafad (Galiläa) geboren. Ihre Karriere begann am israelischen Nationaltheater “Habimah”. Sie lernte singen und dort ihren späteren Mann, den Ballettänzer und Choreographen Abraham ("Abi") Reichstat kennen, mit dem sie ein Gesangsduo bildete. 1960 hörte Abi ganz zufällig, dass Hollywood-Regisseur Otto Preminger in seinem Film Exodus (mit u.a. Paul Newman und Eva Maria Saint) für eine Nebenrolle eine schöne, zierliche, junge Dame suchte. Als letzte der wenigen Bewerberinnen wurde Esther zu Probeaufnahmen bestellt und sie bekam die Rolle. Preminger lobte sie in den U.S.A. und Frank Sinatra fuhr nach Israel um ihr einen Vertrag für jede seiner 6 Shows zu geben. Inzwischen hatten Esther und Abi auch eine Gastrolle in Daliah Lavi’s Film Brennender Sand bekommen.

1961: Esther gewann den Kol of Israel (Israeli Song Festival) mit zwei Liedern. Zwei LPs bestätigten den Erfolg des Duos und Esther nahm ihr erstes Solo-Album mit Kinderliedern auf. Die zweite Solo-Platte Lights out folgte 1962. Esther vertrat Israel auf dem Sopot Songfestival in Polen und gewann den zweiten Preis mit dem Lied “Stav” (Herbst). Anschliessend eine 18-Städte-Tournee durch ganz Polen. In der Zwischenzeit bezog das Paar ein Haus in Genf und man hörte die Ofarims im schweizerischen Rundfunk und Fernsehen. 1963 gewann Esther den Schweizer Wettbewerb für die Teilnahme am Grand Prix der Eurovision. Sie repräsentierte die Schweiz in London mit dem Lied “T’en vas pas” (später ins Deutsche als “Melodie einer Nacht” übersetzt) und... sie gewann den Grand Prix! Aber nur für wenige Minuten, weil ein Fehler in der Punktezahl der norwegischen Jury unterlaufen war. Der erste Preis ging an das dänische Duo Grethe und Jorgen Ingmann. Trotzdem brachte ihr dieser zweite Preis einen Vertrag mit Philips ein. Nach dem Grand Prix reisten Esther und Abi nach Kanada für einen Auftritt in der Chanson sur Mesure und tourten durch die U.S.A., wo die erste amerikanische Langspielplatte (Songs der Welt) mit Volksliedern aus verschiedenen Ländern aufgenommen wurde. Ihr zweites deutschsprachiges Lied war “Komm, leg deinen Arm um mich”, der Titelsong aus dem Will-Tremper-Film Die endlose Nacht. Es folgte “Morgen ist alles vorüber” und dann “Das ist meine Liebe” (aus dem Film Es war mir ein Vergnügen, wo die Ofarims die Hauptrolle spielten). In der Rudi-Carell-Show Robinson Crusoe von 1964 spielte Esther die Seejungfrau. Es folgten die deutschen Schlagerfestspiele in Baden-Baden, wo das Duo mit “Schönes Mädchen” den 4. Platz belegte.



Nach einer erneuten Konzerttournee in den U.S.A. machte Esther ihre dritte und bis dahin beste Solo-LP, Is it really me? Die musikalische Leitung hatte Bobby Scott, Arrangeur, Musiker und Amateurboxer aus der Bronx, der die talentierte Sängerin Songs aus amerikanischen Musicals und Shows im Jazzgewand singen ließ ("Night and Day", "Somewhere", "I have dreamed", "A Taste of Honey"...). Im Frühjahr wieder zurück, starteten die Ofarims Konzerttourneen durch Deutschland: 43 Shows in 32 Städten. Parallele Erfolge hatten sie in Holland und Frankreich. Im September 1966 erhielten Abi und Esther Ofarim zwei goldene Schallplatten für insgesamt 500.000 verkaufte Exemplare der LPs Songs der Welt und Neue Songs der Welt. Die dritte goldene LP hieß Noch einen Tanz. 1967: 2in3, aufgenommen in London, Paris und München, mit 13 Liedern in 8 verschiedenen Sprachen, ist fast ein halbes Jahr lang die Nr. 1 in Deutschlands Hitparade. "Morning Of My Life", geschrieben von den Bee Gees, wird ihr größter Hit in Deutschland. Im Dezember ein Auftritt in der Eamonn Andrews Show im englischen Fernsehen, wo die Ofarims “Cinderella Rockefella” vorstellten, ein Welterfolg. 1968 war ihr “Englisches Jahr”. Nach dem triumphalen Konzert in der Londoner Royal Albert Hall durften die Ofarims die Gratulation von der Queen entgegennehmen. Das letzte gemeinsame Konzert war im März 1969 in Köln. Esther und Abi gehen fortan privat und künstlerisch ihre eigenen Wege (Scheidung im November 1970). Esther kündigte an, weiter als Solosängerin arbeiten zu wollen. Ende des Jahres ihr erster Soloauftritt in Berlin mit dem berühmten Pianist und Bandleader Paul Kuhn. Es folgte eine Platte auf Philips mit neuen Lieder, Balladen und Chansons in mehreren Sprachen.

1973 zog sich Esther zurück, um Ruhe zu finden und ein "normales Leben" zu führen. Sie heiratete ihren künstlerischen Betreuer Philipp von Sell in New York. 1983 kam der gemeinsame Sohn David zu Welt.
In Europa gab sie keine Konzerte mehr, nur noch in Tel Aviv. Esther feierte ein internationales Comeback 1982 mit einer Show im New Yorker „Avery Fisher Hall Lincoln Center“. Danach nahm sie weitere Alben in verschiedenen Länder auf. Seit der Trennung von ihrem zweiten Ehemann läßt Esther sich gelegentlich wieder sehen und hören - auch bei uns. Zunächst sang sie nur einmal jährlich in den Hamburger Kammerspielen, doch seit 2003 gibt sie mehrere Konzerte im Jahr, die immer ausverkauft sind. Sie tritt regelmässig im Hamburger St. Pauli-Theater auf. 2007 machte sie eine Mini-Tournee durch Deutschland. Möglicherweise ihre letzte.



Mehr Info zu Esther Ofarim findet man unter
www.esther-ofarim.de

10 Januar, 2009

Der Tanz um die Welt des Matt Harding

Der Amerikaner Matt Harding hat kein besonderes Talent, keine Lust zu arbeiten und hat nicht einmal ein College besucht ("Ich war zu arm dafür, und sowieso wollte ich immer das Leben draußen lernen"). Er selbst erzählt alles auf seiner Homepage "Where the hell is Matt?". Jetzt ist er berühmt. Allein auf Youtube sind die Videoclips seines Tanzes um die Welt über 5 Millionen Mal aufgerufen worden. Gesponsort wird Matt von der Kaugummi-Firma StrideGum.


Der Soundtrack ist Pop-Ethno. Video 1: "Sweet Lullaby" by Deep Forest. Video 2: "Praan", komponiert von Garry Schyman nach Versen des grossen indianischen Dichters Rabindranath Tagore. Gesungen wird "Praan" von der jungen Palbasha Siddique, einer Amerikanerin bangladesischen Ursprungs.







10 Mai, 2008

Die neun Leben des Steve Winwood

Der weiße Musiker mit der schwarzen Stimme wird 60

Schon al 14-Jähriger trat Steve Winwood der Spencer Davis Group und peitschte sie von 1963 bis 1967 mit seiner besonderen Stimme zu Hits wie "Keep On Running", "Gimme Some Loving" und "I'm A Man". Danach kamen Meilensteine der Rockgeschichte wie Traffic (gegründet zusammen mit Chris Wood, Jim Capaldi und Dave Mason) und Blind Faith (mit Eric Clapton, Ginger Baker und Ric Grech von Family). In dieser Zeit war er bereits als "der Mozart der Popmusik" bekannt, aufgrund seiner anspruchsvollen, vielschichtigen Songs. Daraufhin begann Winwood seine Solo-Karriere. Auf dem Debütalbum Steve Winwood (1977) folgten Arc Of A Diver (1980), Talking Back To The Night (1982)... bis zu seinem letzten Werk mit dem vielsagenden Titel Nine Lives (2008). Und man darf sicher sein, daß der schweigsame Engländer das letzte Kapitel seiner Laufbahn noch nicht geschrieben hat.





26 März, 2008

'Accelerate': R.E.M. gratis als Download

Die US-Rockband R.E.M. befindet sich auf den Spuren von Radiohead und Nine Inch Nails. Ähnlich wie sie bieten nun auch R.E.M. ihr neues Album Accelerate kostenlos im Internet an.



Noch bevor das Album offiziell in die realen und virtuellen Läden kommt, kann es von 24. bis 26. März als Online-Stream über das Portal 'iLike' angehört werden. Zwar zeigen sich R.E.M. mit dieser zeitlichen Beschränkung etwas weniger mutig als beispielsweise Radiohead, die ihr jüngstes Werk mehrere Monate online angeboten und den Fans den Preis dabei freigestellt hatten. Nichtsdestotrotz bewegen sich R.E.M. mit dieser Art der Vermarktung in eine Richtung, an der immer mehr Musiker Gefallen finden. Die iLike-Plattform zeigte sich angesichts des User-Ansturms auf das Angebot am Dienstagnachmittag jedoch wenig sattelfest und war vorübergehend nicht erreichbar.


Michael Stipe, Sänger und Kopf von R.E.M., erklärte den Schritt damit, dass man entweder mit der Zeit gehen oder sich zurücklehnen und anderen dabei zusehen kann, wie sie einen überholen. Die Band habe sich dafür entschieden, vorne mit dabei zu bleiben. Neben iLike.com kann auch von der Social-Networking-Seite Facebook auf Accelerate zugegriffen werden. Auf der Plattform ist die Streaming-Applikation integriert, wodurch alle Facebook-Nutzer auch über die Software verfügen können.


Grundsätzlich hat die US-Band mit dem Online-Stream keine bahnbrechende Aktion gestartet. Neu ist aber, dass das Album schon vor dem offiziellen Start im Netz angeboten wird. Während jedoch Radioheads In Rainbows komplett heruntergeladen werden konnte, bleibt Accelerate wiederum ein kurzes Internetvergnügen - außer für technisch begabte Nutzern, die möglicherweise versuchen werden, die Songs online aufzunehmen. Ab Ende des Monats wird Accelerate dann als übliche CD sowie als DVD Edition auf den Markt kommen. Im Netz kann das Album künftig bei iTunes erstanden werden.