..

26 März, 2008

'Accelerate': R.E.M. gratis als Download

Die US-Rockband R.E.M. befindet sich auf den Spuren von Radiohead und Nine Inch Nails. Ähnlich wie sie bieten nun auch R.E.M. ihr neues Album Accelerate kostenlos im Internet an.



Noch bevor das Album offiziell in die realen und virtuellen Läden kommt, kann es von 24. bis 26. März als Online-Stream über das Portal 'iLike' angehört werden. Zwar zeigen sich R.E.M. mit dieser zeitlichen Beschränkung etwas weniger mutig als beispielsweise Radiohead, die ihr jüngstes Werk mehrere Monate online angeboten und den Fans den Preis dabei freigestellt hatten. Nichtsdestotrotz bewegen sich R.E.M. mit dieser Art der Vermarktung in eine Richtung, an der immer mehr Musiker Gefallen finden. Die iLike-Plattform zeigte sich angesichts des User-Ansturms auf das Angebot am Dienstagnachmittag jedoch wenig sattelfest und war vorübergehend nicht erreichbar.


Michael Stipe, Sänger und Kopf von R.E.M., erklärte den Schritt damit, dass man entweder mit der Zeit gehen oder sich zurücklehnen und anderen dabei zusehen kann, wie sie einen überholen. Die Band habe sich dafür entschieden, vorne mit dabei zu bleiben. Neben iLike.com kann auch von der Social-Networking-Seite Facebook auf Accelerate zugegriffen werden. Auf der Plattform ist die Streaming-Applikation integriert, wodurch alle Facebook-Nutzer auch über die Software verfügen können.


Grundsätzlich hat die US-Band mit dem Online-Stream keine bahnbrechende Aktion gestartet. Neu ist aber, dass das Album schon vor dem offiziellen Start im Netz angeboten wird. Während jedoch Radioheads In Rainbows komplett heruntergeladen werden konnte, bleibt Accelerate wiederum ein kurzes Internetvergnügen - außer für technisch begabte Nutzern, die möglicherweise versuchen werden, die Songs online aufzunehmen. Ab Ende des Monats wird Accelerate dann als übliche CD sowie als DVD Edition auf den Markt kommen. Im Netz kann das Album künftig bei iTunes erstanden werden.

21 März, 2008

Portishead - "Machine Gun" (Video)

Neues Video als Vorbote zum dritten Album
Hier anschauen

Was lange währt, wird endlich mal fertig: Portishead haben nach zehn Jahren und einigen Komplikationen ihr drittes Album fertig gestellt. "Machine Gun" ist die erste Single-Auskopplung.
Sie überrascht mit fiesen E-Drum-Salven, einer enorm düsteren Stimmung und einem völlig unspektakulären Video. Das einzig Vertraute am Song ist die unverkennbare Stimme von Beth Gibbons, die einmal mehr ihre ganze Seele in ihren Klagegesang zu legen scheint. Angesichts dieses Brockens scheint deutlich zu werden, warum Portishead so viel Zeit gebraucht haben, um einen Nachfolger für ihre stilbildenden beiden ersten Alben fertig zu stellen.


Portishead - Third

02 März, 2008

Willy Deville & The Mink Deville Band on Tour!

In Berlin: 01.03.2008;
Hamburg: 02.03.2008;
Köln: 26.02.2008;
Bremen: 27.02.2008;
Stuttgart: 07.03.2008;
Hannover: 28.02.2008.

Tickets von € 36.75 bis € 40


Am 27. August 1953 kommt Willy Borsay (später Willy DeVille ) in New York zur Welt. Die musikalischen Helden seiner Jugend sind Bob Dylan und Jimi Hendrix, von deren Einfluss sich Willy nie lösen wollte. 1971 kehrt er nach einem mehrjährigen Aufenthalt in London nach San Francisco zurück. Er formiert dort die Band Lazy Eights. 1974 gründet er die Band Billy De Sade & The Marquis, welche er 1975 umbenennt. Neuer Bandname: Mink DeVille. Gleichzeitig wird aus William Borsay Willy DeVille. 1977 erscheint deren Debut Album in Europa mit dem Titel Cabretta und in den USA mit dem Titel Mink DeVille. Das Album wird vom Rolling Stone Magazin zum "Best Album of Year" gekürt. Der deutsche Musikexpress kommentiert: "Willy ist der Prototyp eines Rock'n'Roll-Menschen. Seine Stimme ist rau, trocken, aufregend und dreckig, und in ihr schwingt die sinnliche Anmache, die uns Hörer zittern lässt".


17 Februar, 2008

R.E.M. - 'Everybody Hurts'


R.E.M. - "Everybody Hurts"


When the day is long and the night, the night is yours alone,
When you're sure you've had enough of this life, well hang on.
Don't let yourself go, everybody cries and everybody hurts sometimes.

Sometimes everything is wrong. Now it's time to sing along.
When your day is night alone, (hold on, hold on)
If you feel like letting go, (hold on)
When you think you've had too much of this life, well hang on.

Everybody hurts. Take comfort in your friends.
Everybody hurts. Don't throw your hand. Oh, no. Don't throw your hand.
If you feel like you're alone, no, no, no, you are not alone

If you're on your own in this life, the days and nights are long,
When you think you've had too much of this life to hang on.

Well, everybody hurts sometimes,
Everybody cries. And everybody hurts sometimes.
And everybody hurts sometimes. So, hold on, hold on.
Hold on, hold on. Hold on, hold on. Hold on, hold on. (repeat & fade)
(Everybody hurts. You are not alone.)





Eine wunderschöne, tief bewegende Ballade. Inzwischen ein richtiger Klassiker, schon oft gecovert (von The Corrs u.a.). Der Text ist glaubwürdig und tröstend. Life hurts sometimes... Wish it didn't...

15 Januar, 2008

'Control' - Eine filmische Biographie über Ian Curtis

Ian Curtis - Control

Ein Film von Anton Corbijn. In der Hauptrolle: Sam Riley.

Szenenbilder hier (stern.de).

Mit seiner Band Joy Division hat Ian Curtis Popgeschichte geschrieben, den Kampf gegen Krankheit und Depressionen aber verloren.
Geboren wurde er am 15. Juli 1956 in Manchester, einem traditionellen Industrieballungszentrum, dessen düstere Arbeiterviertel bereits von Friedrich Engels geschildert wurden. Aus der Stadt im Nordwesten Englands stammen neben Curtis Morrissey (The Smiths), Mark E. Smith (The Fall) und die Brüder Gallagher (Oasis), aber auch Genesis P-Orridge, der Kopf der Industrial-Pioniere Throbbing Gristle.
Ian Curtis wuchs im kleinbürgerlichen Milieu auf, sein Vater war Polizeibeamter. Bereits als Jugendlicher fiel er durch exzentrisches Verhalten auf. Er schnüffelte giftige Substanzen oder stahl wahllos Medikamente von benachbarten Rentnern.
Er träumte vom Popstar-Ruhm und fand Unterstützung bei seiner Jugendliebe Deborah (in Control gespielt von Samantha Morton), die er gleich heiratete. Bald schon erwartete das Paar ein Kind. Zum Familienmenschen machte das Curtis allerdings nicht. Er trieb seine Karriere als Sänger der Band Joy Division voran. Seiner monotonen, dunklen Stimme zum düsteren Indierock folgte bald eine ansehnliche Fangemeinde. Eins von den Groupies, Annik (gespielt von Alexandra Maria Lara), hatte es Curtis besonders angetan. Glücklich war der Sänger trotzdem nicht, denn zu ausgeprägten Selbstzweifeln kam auch noch Epilepsie hinzu. Die warf den Erfolg der durchstartenden Band immer wieder zurück. So warteten Manager und Bandkollegen die meiste Zeit darauf, dass es ihm wieder besser ging. Als der Plattenvertrag und die Tourangebote kamen, verstärkte das Curtis' Hadern mit dem Leben nur noch. Der junge Mann rieb sich auf zwischen Ruhm, Krankheit, Drogen und den gespaltenen Gefühlen zu seiner Frau und der Geliebten. Die meiste Zeit schien Curtis in einer selbstentworfenen Hölle zu schmoren, und da konnte ihm niemand heraushelfen, weder Frauen noch Freunde. Er beging Selbstmord am 18. Mai 1980, mit 23 Jahren.


Starfotograf Anton Corbijn ist mit dem biographischen Film Control nicht nur eine imposante Charakterzeichnung sondern auch eine Geschichtsstunde des Pop gelungen. Sehenswert!

05 Januar, 2008

Krise bei EMI - Hauseigene Künstler verärgert

Das Plattenlabel EMI gehört seit vergangenem August Terra Firma, der Fondsgesellschaft des britischen Investors Guy Hands. Der lieferte eine merkwürdige Begründung dafür, warum er ohne jegliche Vorkenntnisse in der Musikbranche, für EMI gut fünfeinhalb Milliarden Euro hinblätterte. Er suche in krisengeschüttelten Branchen immer nach den schlechtesten Unternehmen.

Was als Scherz gemeint war, stellt sich inzwischen als ungewollt ehrliche Beurteilung der eigenen Erwerbung heraus. Durch immer weiter zurückgehende CD-Verkäufe macht EMI nämlich offenbar so hohe Verluste, dass neue Plattenverträge nur noch in Ausnahmefällen abgeschlossen werden und sogar Entlassungen geplant seien, das berichtet die Financial Times. Bis 2012 sollen so allein beim Marketing umgerechnet 38 Millionen Euro eingespart werden. Zudem will Hands das schleppend laufende Online-Geschäft ausbauen.

Bei dem Konzern stehen Stars wie Coldplay oder Norah Jones unter Vertrag.

Wie schlecht es um die Geschäfte der Musikbranche bestellt ist, machten zuletzt noch einmal die Zahlen aus dem US-Weihnachtsgeschäft deutlich: Der Alben-Verkauf brach im Jahresvergleich um gut ein Fünftel ein. Von der Erntedankfest-Woche (Thanksgiving) um den 22. November bis Heiligabend wurden im wichtigsten Musikmarkt der Welt 83,9 Millionen Alben abgesetzt - ein Minus von 20,3 Prozent, wie das US-Fachblatt Variety berichtete. Bestverkauftes Album des Jahres wurde demnach mit nur 3,5 Millionen Exemplaren die Platte Noel, auf der der Sänger Josh Groban seine Interpretation von Weihnachtsliedern vorträgt.

Radiohead-Sänger Thom Yorke wies unterdessen Berichte zurück, wonach die Vertragsverlängerung an überhöhten finanziellen Forderungen der Band gescheitert seien. Die Band sorgte im Herbst für Schlagzeilen, als sie ihr neues Album im Internet zum Download anbot und die Fans selbst über den Preis entscheiden ließ. Der kommerzielle Effekt des von Medien zunächst als revolutionär gefeierten Vorgehens blieb jedoch umstritten. Offizielle Angaben legte die Band nie vor. Inzwischen ist das Album In Rainbows bei einem anderen Musiklabel auch als gewöhnliche CD erschienen. Branchenexperten fragen sich nun, wie hoch deren Verkäufe noch ausfallen werden, nachdem die Fans das Album - wenn auch in schlechterer Sound-Qualität - herunterladen konnten.

01 Januar, 2008

Ein Gutes Neues Jahr!

26 Dezember, 2007

Album des Jahres 2007

Comicopera
von Robert Wyatt

Robert Wyatt - Comicopera

Als David Gilmour im Mai 2006 in der alterwürdigen Royal Albert Hall mit Gästen wie David Bowie, Phil Manzanera oder Richard Wright an drei Tagen zu absoluter Höchstform auflief, kam es zu einer ergreifenden Szene. Zu einem Song kam der seit 1973 an den Rollstuhl gefesselte Robert Wyatt auf die Bühne, spielte seine Trompete und wurde mit Ovationen verabschiedet. Es war im Verlauf eines Vierteljahrhunderts einer der extrem seltenen öffentliche Auftritte eines Ausnahmemusikers, der im gut geschulten englischen Pop-Bewußtsein als Größe fest verankert ist. Ex-Soft Machine Drummer/Sänger und Indie-Legende Wyatt schenkte der Welt wunderbare Alben und Klassiker. Comicopera reiht sich da nahtlos ein, lebt der nicht zu verbiegende Sonderling doch seine Liebe zu den Genres aus, die immer wieder im Zentrum seiner kauzigen Songs stehen: Progressiv- und Art-Rock wie vor allem Jazz. Mit einer Komischen Oper hat das Werk, rein gesangstechnisch betrachtet, nichts zu tun. Vielmehr aber mit unerhörten und teilweise exotischen Melodien. Wie so oft pendeln Wyatts Songs auch auf Comicopera zwischen Struktur und Improvisation, zwischen Fragilität und Melancholie. Selbst in den beinahe heiteren Momenten wie dem von Steeldrums geprägten "On The Town Square" dringt Schwere durch, die wie in der Hommage an den jung verstorbenen spanischen Dichter und Maler Garcia Lorca auch in verwirrende Klänge und Drohkulissen umschlagen kann. Genau das Gegenteil bildet "Del Mondo", eine todsterbensschöne Nummer, die der auch auf diesem Album abwechselnd spanisch, englisch und auch italienisch singende, einstige Ausnahmedrummer Wyatt mit seiner einzigartigen Stimme weiteren Glanz verleiht.
Der 62-Jährige spielt mittlerweile viel öfter - auch auf diesem Album - eine ganz feine und zugleich ungeschliffene Trompete, nicht mehr nur Perkussion und Keyboards.
Wyatt hat viele Gastmusiker zusammengetrommelt, die bereits seit vielen Jahren zu seinen Freunden zählen, darunter auch so berühmte Namen wie Brian Eno, Paul Weller und Phil Manzanera.

23 Dezember, 2007

Happy Christmas and A Good New Year!



"Schluss mit dem Morden in Vietnam!": 1971 riefen John Lennon und Yoko Ono mit "Happy Xmas (War is over)" zum Frieden auf. 

Der Text basiert auf dem Slogan einer Antikriegs-Kampagne von Lennon und Ono aus dem Dezember 1969. Für diese Kampagne mieteten die beiden Werbeflächen auf Plakatwänden in mehreren großen Städten weltweit, darunter New York, Los Angeles, Toronto, Tokio, Rom und Berlin. Die Aufschrift lautete: “WAR IS OVER! IF YOU WANT IT. Happy Christmas from John & Yoko”.

Am erfolgreichsten wurde der Antikriegssong nach Lennons Tod - neun Jahre später......

John Lennon: Happy Christmas (War Is Over)

29 November, 2007

Andreas gewidmet

(6.10.1975 - 24.11.2007)

"Nur die Besten sterben jung"


(Böhse Onkelz)







"The Days Are Long And Filled With Pain"


The days are long and filled with pain
We'll throw our lives away again
I've never seen in my whole life
My worst friend's sugar baby wife

Now my life is gone
Won't you try to hold me tight?
'Cause you'll be me and I'll be out
What will I find inside my head?

The sun is gone
But there's still light down inside my mind
There's still a lot for us to see in this life

Today you slipped into my head
I'm waiting for you inside my bed
There ain't no sense in feeling low
I need more when you ever have to go

Some might say that I walked through that door
All my dreams are made of stupid whores
Some might say that I fell from the sky
But I have got a pillow in my eye

The days are long and filled with pain
We'll throw our lives away again
I've never seen in my whole life
My worst friend's sugar baby wife

Now my life is gone
Won't you try to hold me tight?
'Cause you'll be me and I'll be out
What will I find inside my head?

The sun is gone
But there's still light down inside my mind
There's still a lot for us to see in this life




(Maximilian Hecker, geb. 1977.
Aus der CD Infinite Love Songs.)