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17 Februar, 2008

R.E.M. - 'Everybody Hurts'


R.E.M. - "Everybody Hurts"


When the day is long and the night, the night is yours alone,
When you're sure you've had enough of this life, well hang on.
Don't let yourself go, everybody cries and everybody hurts sometimes.

Sometimes everything is wrong. Now it's time to sing along.
When your day is night alone, (hold on, hold on)
If you feel like letting go, (hold on)
When you think you've had too much of this life, well hang on.

Everybody hurts. Take comfort in your friends.
Everybody hurts. Don't throw your hand. Oh, no. Don't throw your hand.
If you feel like you're alone, no, no, no, you are not alone

If you're on your own in this life, the days and nights are long,
When you think you've had too much of this life to hang on.

Well, everybody hurts sometimes,
Everybody cries. And everybody hurts sometimes.
And everybody hurts sometimes. So, hold on, hold on.
Hold on, hold on. Hold on, hold on. Hold on, hold on. (repeat & fade)
(Everybody hurts. You are not alone.)





Eine wunderschöne, tief bewegende Ballade. Inzwischen ein richtiger Klassiker, schon oft gecovert (von The Corrs u.a.). Der Text ist glaubwürdig und tröstend. Life hurts sometimes... Wish it didn't...

15 Januar, 2008

'Control' - Eine filmische Biographie über Ian Curtis

Ian Curtis - Control

Ein Film von Anton Corbijn. In der Hauptrolle: Sam Riley.

Szenenbilder hier (stern.de).

Mit seiner Band Joy Division hat Ian Curtis Popgeschichte geschrieben, den Kampf gegen Krankheit und Depressionen aber verloren.
Geboren wurde er am 15. Juli 1956 in Manchester, einem traditionellen Industrieballungszentrum, dessen düstere Arbeiterviertel bereits von Friedrich Engels geschildert wurden. Aus der Stadt im Nordwesten Englands stammen neben Curtis Morrissey (The Smiths), Mark E. Smith (The Fall) und die Brüder Gallagher (Oasis), aber auch Genesis P-Orridge, der Kopf der Industrial-Pioniere Throbbing Gristle.
Ian Curtis wuchs im kleinbürgerlichen Milieu auf, sein Vater war Polizeibeamter. Bereits als Jugendlicher fiel er durch exzentrisches Verhalten auf. Er schnüffelte giftige Substanzen oder stahl wahllos Medikamente von benachbarten Rentnern.
Er träumte vom Popstar-Ruhm und fand Unterstützung bei seiner Jugendliebe Deborah (in Control gespielt von Samantha Morton), die er gleich heiratete. Bald schon erwartete das Paar ein Kind. Zum Familienmenschen machte das Curtis allerdings nicht. Er trieb seine Karriere als Sänger der Band Joy Division voran. Seiner monotonen, dunklen Stimme zum düsteren Indierock folgte bald eine ansehnliche Fangemeinde. Eins von den Groupies, Annik (gespielt von Alexandra Maria Lara), hatte es Curtis besonders angetan. Glücklich war der Sänger trotzdem nicht, denn zu ausgeprägten Selbstzweifeln kam auch noch Epilepsie hinzu. Die warf den Erfolg der durchstartenden Band immer wieder zurück. So warteten Manager und Bandkollegen die meiste Zeit darauf, dass es ihm wieder besser ging. Als der Plattenvertrag und die Tourangebote kamen, verstärkte das Curtis' Hadern mit dem Leben nur noch. Der junge Mann rieb sich auf zwischen Ruhm, Krankheit, Drogen und den gespaltenen Gefühlen zu seiner Frau und der Geliebten. Die meiste Zeit schien Curtis in einer selbstentworfenen Hölle zu schmoren, und da konnte ihm niemand heraushelfen, weder Frauen noch Freunde. Er beging Selbstmord am 18. Mai 1980, mit 23 Jahren.


Starfotograf Anton Corbijn ist mit dem biographischen Film Control nicht nur eine imposante Charakterzeichnung sondern auch eine Geschichtsstunde des Pop gelungen. Sehenswert!

05 Januar, 2008

Krise bei EMI - Hauseigene Künstler verärgert

Das Plattenlabel EMI gehört seit vergangenem August Terra Firma, der Fondsgesellschaft des britischen Investors Guy Hands. Der lieferte eine merkwürdige Begründung dafür, warum er ohne jegliche Vorkenntnisse in der Musikbranche, für EMI gut fünfeinhalb Milliarden Euro hinblätterte. Er suche in krisengeschüttelten Branchen immer nach den schlechtesten Unternehmen.

Was als Scherz gemeint war, stellt sich inzwischen als ungewollt ehrliche Beurteilung der eigenen Erwerbung heraus. Durch immer weiter zurückgehende CD-Verkäufe macht EMI nämlich offenbar so hohe Verluste, dass neue Plattenverträge nur noch in Ausnahmefällen abgeschlossen werden und sogar Entlassungen geplant seien, das berichtet die Financial Times. Bis 2012 sollen so allein beim Marketing umgerechnet 38 Millionen Euro eingespart werden. Zudem will Hands das schleppend laufende Online-Geschäft ausbauen.

Bei dem Konzern stehen Stars wie Coldplay oder Norah Jones unter Vertrag.

Wie schlecht es um die Geschäfte der Musikbranche bestellt ist, machten zuletzt noch einmal die Zahlen aus dem US-Weihnachtsgeschäft deutlich: Der Alben-Verkauf brach im Jahresvergleich um gut ein Fünftel ein. Von der Erntedankfest-Woche (Thanksgiving) um den 22. November bis Heiligabend wurden im wichtigsten Musikmarkt der Welt 83,9 Millionen Alben abgesetzt - ein Minus von 20,3 Prozent, wie das US-Fachblatt Variety berichtete. Bestverkauftes Album des Jahres wurde demnach mit nur 3,5 Millionen Exemplaren die Platte Noel, auf der der Sänger Josh Groban seine Interpretation von Weihnachtsliedern vorträgt.

Radiohead-Sänger Thom Yorke wies unterdessen Berichte zurück, wonach die Vertragsverlängerung an überhöhten finanziellen Forderungen der Band gescheitert seien. Die Band sorgte im Herbst für Schlagzeilen, als sie ihr neues Album im Internet zum Download anbot und die Fans selbst über den Preis entscheiden ließ. Der kommerzielle Effekt des von Medien zunächst als revolutionär gefeierten Vorgehens blieb jedoch umstritten. Offizielle Angaben legte die Band nie vor. Inzwischen ist das Album In Rainbows bei einem anderen Musiklabel auch als gewöhnliche CD erschienen. Branchenexperten fragen sich nun, wie hoch deren Verkäufe noch ausfallen werden, nachdem die Fans das Album - wenn auch in schlechterer Sound-Qualität - herunterladen konnten.

01 Januar, 2008

Ein Gutes Neues Jahr!

26 Dezember, 2007

Album des Jahres 2007

Comicopera
von Robert Wyatt

Robert Wyatt - Comicopera

Als David Gilmour im Mai 2006 in der alterwürdigen Royal Albert Hall mit Gästen wie David Bowie, Phil Manzanera oder Richard Wright an drei Tagen zu absoluter Höchstform auflief, kam es zu einer ergreifenden Szene. Zu einem Song kam der seit 1973 an den Rollstuhl gefesselte Robert Wyatt auf die Bühne, spielte seine Trompete und wurde mit Ovationen verabschiedet. Es war im Verlauf eines Vierteljahrhunderts einer der extrem seltenen öffentliche Auftritte eines Ausnahmemusikers, der im gut geschulten englischen Pop-Bewußtsein als Größe fest verankert ist. Ex-Soft Machine Drummer/Sänger und Indie-Legende Wyatt schenkte der Welt wunderbare Alben und Klassiker. Comicopera reiht sich da nahtlos ein, lebt der nicht zu verbiegende Sonderling doch seine Liebe zu den Genres aus, die immer wieder im Zentrum seiner kauzigen Songs stehen: Progressiv- und Art-Rock wie vor allem Jazz. Mit einer Komischen Oper hat das Werk, rein gesangstechnisch betrachtet, nichts zu tun. Vielmehr aber mit unerhörten und teilweise exotischen Melodien. Wie so oft pendeln Wyatts Songs auch auf Comicopera zwischen Struktur und Improvisation, zwischen Fragilität und Melancholie. Selbst in den beinahe heiteren Momenten wie dem von Steeldrums geprägten "On The Town Square" dringt Schwere durch, die wie in der Hommage an den jung verstorbenen spanischen Dichter und Maler Garcia Lorca auch in verwirrende Klänge und Drohkulissen umschlagen kann. Genau das Gegenteil bildet "Del Mondo", eine todsterbensschöne Nummer, die der auch auf diesem Album abwechselnd spanisch, englisch und auch italienisch singende, einstige Ausnahmedrummer Wyatt mit seiner einzigartigen Stimme weiteren Glanz verleiht.
Der 62-Jährige spielt mittlerweile viel öfter - auch auf diesem Album - eine ganz feine und zugleich ungeschliffene Trompete, nicht mehr nur Perkussion und Keyboards.
Wyatt hat viele Gastmusiker zusammengetrommelt, die bereits seit vielen Jahren zu seinen Freunden zählen, darunter auch so berühmte Namen wie Brian Eno, Paul Weller und Phil Manzanera.

23 Dezember, 2007

Happy Christmas and A Good New Year!



"Schluss mit dem Morden in Vietnam!": 1971 riefen John Lennon und Yoko Ono mit "Happy Xmas (War is over)" zum Frieden auf. 

Der Text basiert auf dem Slogan einer Antikriegs-Kampagne von Lennon und Ono aus dem Dezember 1969. Für diese Kampagne mieteten die beiden Werbeflächen auf Plakatwänden in mehreren großen Städten weltweit, darunter New York, Los Angeles, Toronto, Tokio, Rom und Berlin. Die Aufschrift lautete: “WAR IS OVER! IF YOU WANT IT. Happy Christmas from John & Yoko”.

Am erfolgreichsten wurde der Antikriegssong nach Lennons Tod - neun Jahre später......

John Lennon: Happy Christmas (War Is Over)

29 November, 2007

Andreas gewidmet

(6.10.1975 - 24.11.2007)

"Nur die Besten sterben jung"


(Böhse Onkelz)







"The Days Are Long And Filled With Pain"


The days are long and filled with pain
We'll throw our lives away again
I've never seen in my whole life
My worst friend's sugar baby wife

Now my life is gone
Won't you try to hold me tight?
'Cause you'll be me and I'll be out
What will I find inside my head?

The sun is gone
But there's still light down inside my mind
There's still a lot for us to see in this life

Today you slipped into my head
I'm waiting for you inside my bed
There ain't no sense in feeling low
I need more when you ever have to go

Some might say that I walked through that door
All my dreams are made of stupid whores
Some might say that I fell from the sky
But I have got a pillow in my eye

The days are long and filled with pain
We'll throw our lives away again
I've never seen in my whole life
My worst friend's sugar baby wife

Now my life is gone
Won't you try to hold me tight?
'Cause you'll be me and I'll be out
What will I find inside my head?

The sun is gone
But there's still light down inside my mind
There's still a lot for us to see in this life




(Maximilian Hecker, geb. 1977.
Aus der CD Infinite Love Songs.)

11 September, 2007

Joe Zawinul ist tot


Der legendäre Wiener Jazzpianist Joe Zawinul ist tot. Er erlag im Alter von 75 Jahren in einem Wiener Krankenhaus einem Krebsleiden. Er wurde vor allem bekannt durch seine 1970 gegründete Formation Weather Report (zusammen mit Wayne Shorter), die sich zu einer der bedeutendsten Jazz-Rock-Formationen entwickelte.

Der 1932 in Wien geborene Zawinul lebte von 1959 an fast ausschließlich in den Vereinigten Staaten, kehrte aber immer wieder in seine Heimat Österreich zurück. Hier kümmerte er sich vor allem um den Jazz-Nachwuchs. Joe Zawinul hat mit den berühmtesten Jazzern der Welt gespielt. Gemeinsam mit Miles Davis etwa kreierte er den Electric Jazz. Zu seinen anderen Mitspielern gehörte Cannonball Adderly und er arbeitete als Begleiter u.a. mit Dinah Washington. Als Keyboarder und mit dem Einsatz von Synthezisern setzte Zawinul damit neue Maßstäbe im Jazz.
Zu Zawinuls bemerkenswerten Kompositionen zählen "Mercy, Mercy, Mercy" und vor allem das Instrumental "Birdland", das wohl zu den populärsten Jazz-Stücken überhaupt zählt. Letzteres, der Name eines berühmten Jazzlokals in New York, war auch Namensgeber für seinen lang ersehnten Traum eines eigenen Jazz-Lokales in Wien. "Birdland" wurde von berühmten Künstlern gecovert, darunter die Vokal-Gruppe Manhattan Transfer und von der vielfache Grammy-Preisträger Quincy Jones.

In Amerika engagierte sich Zawinul zuletzt für die Kinder aus New Orleans, die verweist wurden durch die Hurrikan "Kathrina".

11 Juli, 2007

Gianna Nannini live im Mühldorfer 'Haberkasten'


(10.07.07) Ja, gibt's denn so was? Die grosse Gianna Nannini, Italiens Rocksängerin Nummer eins, im Mühldorf am Inn?
In der Tat! Da ist sie wirklich! Sie rockt, scherzt, wird böse (eine elektrische Geige wird auf der Bühne zerschmettert in der besten Tradition eines Jimi Hendrix oder eines Pete Townshend), umarmt sich und das ganze Publikum (tausend Zuschauer oder so im ausverkauften Haberkasten-Innenhof stehend; Eintrittspreis: 39,50 Euro) und mit ihren ausgezeichnet getragenen 51 Jahren weiss sie zu bezaubern wie je und je - wie eben nur ein Weltrockstar.



Das Konzert ist Teil der "Grazie Tour 2007", so genannt nach ihrem letzten, megaerfolgreichen Album Grazie: ein Dankeschön an die Fans, die sie in all den Jahren begleitet haben. Die Formation, mit der "la Gianna" z. Zt. unterwegs ist, umfasst einerseits eine formidable Rockband, andererseits das 'Solis String Quartet' aus Neapel, ein in Rock, Pop und Hip Hop versiertes Streichquartett. Die Arrangements variieren von Lied zu Lied, meist ist der Sound aber heavy. Dazu Giannas unverkennbare Reibeisenstimme, die mal säuselt, mal schmettert, die aufbegehrt und dann wieder flüstert und fleht.



Kraftvoll und selbstbewusst singt die sinnliche Rebellin, die rockige Streiterin wider Machtlust und Machismo seit nunmehr 30 Jahren Lieder über die großen und kleinen Dramen des Lebens. "Primadonna", "Latin Lover", "Ragazzo dell'Europa", "Fotoromanza", "Profumo", "I Maschi" und "Meravigliosa creatura" sind einige ihrer bekanntesten Titel, mit denen sie auch am diesen Abend ein Triumph feiert.
Noch vor einigen Tagen hat sie einen Auftritt im Londoner Webley Stadion vor 60.000 begeisterten Zuschauern gehabt; heute abend hat sie mit gleicher Hingabe die tausend oder so Fans im Haberkasten schnell im Griff und lässt sie klatschen und mitsingen. "Io" und der in englisch gesungene Song "Hold The Moon" sind zwei der noch nie gehörte Kompositionen, die allen gleich gefallen haben.
Als Zugabe: die Gänsehaut-Rockballade "Bello e Impossibile" (unvergessener Hit aus den Neunzigerjahre) und ein Song in neapolitanischem Dialekt aus dem Ersten Weltkrieg: "("Oje vita, oje vita mia, / oje core 'e chistu core..." - übersetzt etwa: "Oh Leben, oh mein Leben, / Oh Herz meines Herzens...").
Nach einer Stunde und zwanzig Minuten voller Emotionen, alle nach Hause mit glänzenden Augen und einem komischen Lächeln auf ihrer Gesichter.


Grazie, bellissima!






Die restlichen Tourtermine (D):

11.07.07 - Tuttlingen, Festival Tuttlingen
20.07.07 - Benediktbeuern, Kloster
21.07.07 - Lauchheim, Openair
28.07.07 - Rechberghausen, Schlossplatz
03.08.07 - Hanau, Amphitheater

02 Juli, 2007

Luftmentschn

Hackbrett, Akkordeon, Geige und Kontrabass: das sind die Luftmentschn. Luftmentschn? Ja. Das Wort ist jiddisch und heißt übersetzt "arme Menschen ohne festen Beruf". Um diesen Status zu bestätigen, treten die vier Musiker barfuß auf...


Weltmusik, die zauberhaft spielerisch wirkt

Die Luftmentschn sind Thomas Gruber (Hackbrett, Diatonische), Rainer Gruber (Akkordeon, Gitarre), Michael Fenzl (Kontrabass) und Florian Starflinger (Geige, Bratsche). Kennengelernt haben sie sich in der Berufsfachschule für Musik in Altötting. Alle vier haben sich vor allem für Balkan-Musik, südamerikanische Rythmen und Klezmer interessiert, aber von "jamaikanischer Polka" bis zum Irischen Folklore kann das Publikum ihrer Konzerte von keinen ungewöhnlichen Klängen sicher sein.


Tatsache ist, dies Ensemble spielt echt gut, mit unbändiger Freude und Originalität. Rockpolitrix hat es live erlebt und kann bestätigen, dass die vier nicht nur begnadigte Künstler, sondern auch voll Witz und Charme sind.



Seit 2005 werden die Luftmentschn von der Yehudi–Menuhin-Initiative "Live Music Now" gefördert, was einer Art Ehrendoktorat für Musizierende entspricht. Ihre CDs sind wohl eher schwierig in größeren Elektromärkten zu finden, aber auf der Homepage der Band ist es möglich, sie direkt zu bestellen.


http://www.luftmentschn.de