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16 April, 2009
ProgTV
03 April, 2009
Altes Zirkus gegen Badewannensänger: Gottschalk stichelt gegen Bohlen
Thomas Gottschalk (58) und Dieter Bohlen (55) haben sich einen Schlagabtausch in der Illustrierten Bunte geliefert. Gottschalk greift Bohlens oft harte Worte gegenüber den "DSDS"-Kandidaten an: "Mit dem, was du sagst, hast du ja leider meistens recht - und tust ihnen trotzdem unrecht." So sei es beispielsweise unfair, einem Kandidaten vorzuwerfen, er gehe zum "Tuntenball", wenn die Stylisten ihn vorher genauso zurechtgemacht hätten. "Man hat ihn dir auf dem Silbertablett präsentiert, und du hast ihn gekonnt abserviert."
Im übrigen werde bei Bohlens "DSDS" ein "Superstar" geboren, der keiner sei, und alle wüssten es - außer dem Gekürten selbst.
Dieter Bohlen will die Kritik nicht akzeptieren. Er sagte trotzdem, er habe nichts gegen Thomas Gottschalk. "Er ist einer der besten Showleute, die wir haben."
Die letzte "Wetten, dass..?"-Ausgabe vor eineinhalb Wochen hatte 9,23 Millionen Zuschauer (Marktanteil 30,6 Prozent), Bohlens "DSDS"-Sendung sahen 5,22 Millionen (16,8 Prozent). Aber laut einer neuesten Umfrage, haben die meisten Deutschen deutlich mehr Spass an den jaulenden "DSDS"-Badewannensänger als an dem ollen "Wetten, dass...?"-Zirkus.
Kritiker sagen, Gottschalk hätte selbst wesentlich zum Qualitätsverlust des deutschen Fernsehens beigetragen, und Bohlen wäre nur die logische Fortsetzung.
Bücher und DVD von/über Dieter Bohlen
http://astore.amazon.de/bohlen-21
Dieters Sprüche aus Deutschland sucht den Superstar / 1. Staffel
-"Du, das klingt mehr so wie Schweine im Weltall."
-"Mir geht das wirklich ab, dir weiter zuzuhören. Du bist so scheiße vorbereitet... Leck mich doch am Arsch! Ich verschwende meine Zeit nicht mit dir!"
-"Ich kenn nur eine, die das noch schlechter singt. Und das ist Verona."
-"Ich kann mir nicht vorstellen, dass man aus Dir einen Superstar machen kann, vielleicht aus Fröschen oder einem Kilo Hackfleisch, aber das sprengt echt meine Kreativität."
-"Also für mich hast du da gerade zum zweiten Mal die Titanic versenkt."
-"Mein Sushi wird trocken."
-"Wir sind hier nicht bei 'Deutschland sucht das Mittelmaß'."
-"Du siehst aus wie 'ne Dose Cola bei Aldi im Regal."
-"Du singst wie die Mutter von Madonna, und du bist 20."
-"Du singst wie Robbie Williams, wenn er auf dem Pott sitzt."
-"Deine Stimme klingt wie die von Kermit – wenn man hinten drauf tritt."
-"Du bist wirklich alles, was wir hier nicht brauchen."
-"Da krieg' ich keine Gänsehaut, sondern Elefantenpickel."
-"Unterirdisch grausam, du quälst meine Gehörgänge. Das zieht mir die Schuhe aus. Vergiss es."
Dieters Sprüche aus Deutschland sucht den Superstar / 2. Staffel
-"Du klingst, als wenn du auf dem Topf sitzen würdest."
-"Du hast ein göttliches Problem: Der liebe Gott gibt einigen Frauen dicke Möpse, anderen 'ne schlechte Stimme. Und dir hat er nun mal 'ne schlechte Stimme gegeben."
-"Großer Bauchnabel, aber kleine Stimme."
-"Ich kann mir nicht vorstellen, dass man aus Dir einen Superstar machen kann, vielleicht aus Fröschen oder einem Kilo Hackfleisch, aber das sprengt echt meine Kreativität."
-"Ja, das ist eigen, aber auch scheiße-eigen."
-"Das klingt wie Schlager 1974."
-"Unterirdisch grausam, du quälst meine Gehörgänge. Das zieht mir die Schuhe aus. Vergiss es."
-"Du singst wie 'ne Kuh beim Kacken. Aber deine Stimme finde ich geil."
-"Den Knopf gibt es nicht, dass du ein röchelndes Dampfstrahl-Gerät zum Singen bringst..."
-"Kackophonie!"
-"Es waren viele schlechte da, du warst noch schlechter."
-"Du kannst auf einen Windbeutel hauen, und das, was da rauskommt, ist besser, als das, was du machst."
..... (Fortsetzung folgt)
Dieter Bohlen in Worte und Bilder
Eine Fan-Homepage
10 Januar, 2009
Der Tanz um die Welt des Matt Harding
Der Amerikaner Matt Harding hat kein besonderes Talent, keine Lust zu arbeiten und hat nicht einmal ein College besucht ("Ich war zu arm dafür, und sowieso wollte ich immer das Leben draußen lernen"). Er selbst erzählt alles auf seiner Homepage "Where the hell is Matt?". Jetzt ist er berühmt. Allein auf Youtube sind die Videoclips seines Tanzes um die Welt über 5 Millionen Mal aufgerufen worden. Gesponsort wird Matt von der Kaugummi-Firma StrideGum.
Der Soundtrack ist Pop-Ethno. Video 1: "Sweet Lullaby" by Deep Forest. Video 2: "Praan", komponiert von Garry Schyman nach Versen des grossen indianischen Dichters Rabindranath Tagore. Gesungen wird "Praan" von der jungen Palbasha Siddique, einer Amerikanerin bangladesischen Ursprungs.
30 Dezember, 2008
Freddie Hubbard ist tot
Frederick DeWayne "Freddie" Hubbard, US-amerikanischer Jazzmusiker (Trompete, Flügelhorn), ist von uns gegangen. Vor einem Monat erlitt er eine Herzattacke von der er sich nicht mehr erholte. Seinen letzten Auftritt gab er im Juli 2008 in New York.
Mit seinem Trompetenspiel war Hubbard wegweisend für unzählige Musiker nach ihm. Geboren am 7. 4. 1938 in Indianapolis, begann er seine Karriere mit Wes und Monk Montgomery bevor er 1958 - mit 20 Jahren - nach New York zog, wo er mit seinen Jazz-Improvisationen und Kompositionen schnell berühmt wurde. Beeinflusst wurde sein Stil von Dizzy Gillespie, Miles Davis und Clifford Brown, aber wie er später in einem Interview betonte, seine größte Inspiration verdankte er den Saxophonisten und insbesondere Coltranes "sheets of sound".
1960 veröffentlichte er Open Sesame als sein erstes Album. Der Durchbruch gelang ihm 1961 mit der Aufnahme Ready for Freddie mit dem Saxophonisten Wayne Shorter. Innerhalb weniger Jahre entwickelte Hubbard seinen eigenen Stil und wurde zu einem der wichtigsten Musiker im Funk, Soul und Free Jazz.
Auf seinem Schaffensweg arbeitete er mit Jazz-Kalibern wie Thelonius Monk, Miles Davis, Cannonball Adderley, Sonny Rollins, John Coltrane, Art Blakey, Ornette Coleman, Eric Dolphy und Herbie Hancock zusammen. Hubbard spielte beim Label Blue Note Records 1960 bis 1965 acht Alben als Bandleader ein, die meisten dieser Einspielungen gelten heute als Klassiker. 1972 wurde er für sein Album First Light mit dem Grammy ausgezeichnet. Weitere wichtige Platten waren in den frühen 70er Jahren Red Clay, Straight Life und Sky Dive. Später warfen ihm Kritiker gelegentlich vor, zu sehr auf Mainstream und Kommerz zu setzen.
Eins ist sicher: mit seinem energischen aber gleichzeitig melodischen Stil hat der schwarze Musiker eine ganze Generation von Jazz- und Bebop-Trompetern beeinflusst. R.I.P.
Freddie Hubbard - Discography
From the 1987 Mt. Fuji Jazz Festival - with James Spaulding, alto sax; Renee Rosnes, piano; Kenny Davis, bass; Ralph Peterson, drums.
13 Dezember, 2008
15 September, 2008
Pink-Floyd-Musiker Richard Wright 65-jährig gestorben
Der britische Musiker und Gründungsmitglied der Pink Floyd, Richard Wright, ist tot. Der Pianist, Keyboarder und Sänger der legendären Band erlag im Alter von 65 Jahren einem kurzen, schweren Krebsleiden.
Wright schrieb zahlreiche Hits von Pink Floyd und sang auf mehreren Alben, darunter Dark Side of the Moon von 1973. Zu den bekanntesten Kompositionen des Autodidakten zählt der Welthit "Wish You Were Here".
Gilmour, Waters, Mason & Wright
Wright wurde am 28. Juli 1943 in London geboren. Er lernte Roger Waters und Nick Manson während des Architekturstudiums kennen und gründete mit ihnen die Band Sigma 6. 1965 benannten sie die Gruppe in Pink Floyd um.
Wright brachte 1978 sein erstes Soloalbum heraus, Wet Dream. Kurz nach der Aufnahme des 1979 erschienenen Pink-Floyd-Albums The Wall verließ er die Band wegen Streitereien mit Waters - dennoch trat er 1980 und 1981 noch einige Male mit Pink Floyd auf. Für ein Live-8-Benefizkonzert begab sich Wright auch im Jahr 2005 noch einmal mit seinen ehemaligen Band-Kollegen auf die Bühne. Im vergangenen Jahr gab er mit Pink Floyd ein Konzert zu Ehren des 2006 verstorbenen Bandmitglieds Syd Barrett.
Atom Heart Mother, eine Pink-Floyd-Homepage
02 September, 2008
Legendäre Stones-Zunge ist verkauft worden
Das Victoria and Albert Museum in London wird ab dem kommenden Frühjahr die legendäre rote Zunge der Rolling Stones ausstellen. Das Museum zahlte bei einer Online-Versteigerung in Chicago umgerechnet 63.400 Euro für den Originalentwurf des britischen Künstlers John Pasche. Pasche hatte die berühmte Zunge 1970 entworfen, 1971 zierte sie das Album Sticky Fingers.
Das sei das berühmteste Logo im Rockmusik-Business, sagte eine Museumssprecherin.
10 Mai, 2008
Die neun Leben des Steve Winwood
Schon al 14-Jähriger trat Steve Winwood der Spencer Davis Group und peitschte sie von 1963 bis 1967 mit seiner besonderen Stimme zu Hits wie "Keep On Running", "Gimme Some Loving" und "I'm A Man". Danach kamen Meilensteine der Rockgeschichte wie Traffic (gegründet zusammen mit Chris Wood, Jim Capaldi und Dave Mason) und Blind Faith (mit Eric Clapton, Ginger Baker und Ric Grech von Family). In dieser Zeit war er bereits als "der Mozart der Popmusik" bekannt, aufgrund seiner anspruchsvollen, vielschichtigen Songs. Daraufhin begann Winwood seine Solo-Karriere. Auf dem Debütalbum Steve Winwood (1977) folgten Arc Of A Diver (1980), Talking Back To The Night (1982)... bis zu seinem letzten Werk mit dem vielsagenden Titel Nine Lives (2008). Und man darf sicher sein, daß der schweigsame Engländer das letzte Kapitel seiner Laufbahn noch nicht geschrieben hat.
03 Mai, 2008
Randy Pausch: 'Last Lecture. Die Lehren meines Lebens'
(David R. Hawkins )
Diesmal reden wir nicht über Musik - oder vielleicht ja, wenn Sie mir den Begriff "Musik des Lebens" erlauben. Randy Pausch ist ein 47jähriger Mann, der Krebs hat und jeden Tag sterben könnte.
Letztes Jahr sorgte der todkranke US-Professor mit einer Vorlesung für Furore, die zum Symbol für einen beispiellosen Lebenswillen wurde. Es war die fröhliche Abschiedsgruß eines Todgeweihten.
"Ich wurde 1960 geboren" sagte er unter anderem. "Wenn du acht oder neun Jahre alt bist und siehst auf dem Fernseher Männer auf dem Mond landen, dann ist wirklich alles möglich. Das ist etwas, das wir nicht aus den Augenverlieren sollten: Dass die Inspiration und die Möglichkeit zu träumen gewaltig ist." Nun hat er mit Last Lecture - Die Lehren meines Lebens ein ebenso berührendes Buch über seine Krebserkrankung und den Mut zum Träumen geschrieben. Last Lecture ist ein bewegendes Vermächtnis: Autobiografie und Liebeserklärung an seine Frau, Ratgeber für Krebskranke und ihre Angehörigen und Thesensammlung für ein gelingendes Leben. Vor allem aber ist es eine "Erziehung des Herzens" für seine Kinder, die den größten Teil ihres Lebens auf ihren Vater werden verzichten müssen und später nachlesen sollen, was er ihnen mit auf den Weg gegeben hat.
Erfolg kommt nur durch harte Arbeit - erinnert uns Pausch -, Aufgeben ist verboten, Jammern sowieso. Man probiert es halt wieder und immer wieder, bis es irgendwann klappt. Und die meisten seiner Träume hat Pausch tatsächlich verwirklicht (Schwerelosigkeit erleben, einen Artikel in der World Book Encyclopedia veröffentlichen, und einiges mehr).
Seit September 2006 weiß er definitiv, dass er an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist. Alle Therapieversuche sind seither fehlgeschlagen, ihm bleiben nur noch wenige Monate zu leben. Kurz vor seinem 47. Geburtstag hatte der Informatiker und Uni-Professor einen beeindruckenden Auftritt. Der wurde aufgezeichnet und tauchte wenig später im Internet auf. Was ursprünglich als Erinnerungsdokument für seine drei kleinen Kinder (Dylan, Logan und Chloe) geplant war, löste eine riesige Welle der Anteilnahme und Bewunderung aus.
Geschätzte sechs Millionen Menschen weltweit haben sich das Video inzwischen angesehen, weitere 25 Millionen haben Dr. Randy Pausch als Gast in der Oprah Winfrey Show und anderen US-Fernsehsendungen gesehen. Pausch lebt immer noch. Auf seiner Website http://download.srv.cs.cmu.edu/~pausch/news/ gibt er fast täglich Auskunft über sein momentanes körperliches und seelisches Befinden. Einer der jüngsten Einträge enthält ein Foto, auf dem Pausch mit einer Bestsellerliste abgebildet ist: Sein Buch Last Lecture (geschrieben zusammen mit Jeff Zaslow von The Wall Street Journal) ist in den USA auf dem ersten Platz. Es ist nun auch auf Deutsch erschienen. Der Humor, der Optimismus und die inspirierende Kraft, die Randy Pauschs Vorlesung zu einem weltweiten Phänomen werden ließen, haben hier eine dauerhafte Form gefunden.
26 April, 2008
"The Alan Lomax Collection: Blues in the Mississippi Night"
Oh yes! Das ist Musik! Hinaus aus der Sklaverei und hinein ins Reich der Nacht. "Falls du den Blues bereits kennst, dann bringt dich diese Sammlung wieder zurück zu ihm. Falls du noch nie den Blues gehört hast, dann verspreche ich dir, dein Leben wird sich zum Besseren wenden." (Martin Scorsese)
Alan Lomax war der Pionier, der sich zu den Wurzeln unserer Musik aufgemacht hat, das heißt zum Blues und der amerikanische Folk Music. Er hat sie aufgenommen und ihre Grundlagen und Entstehungsbedingungen archiviert, beschrieben und eingeordnet. Blues in the Mississippi Night heißt eine der wichtigsten Publikationen des 2001 verstorbenen Volksmusikforschers.
Musik des Teufels oder der Engel?
Als die Wiege des Blues gilt das Mississippi Delta, die fruchtbare Gegend zwischen Vicksburg an der Grenze vom Staat Mississippi zu Louisiana und Memphis, Tennessee. Lomax besuchte Dörfer und Gefängnisse im Süden der USA. Hier fand er die traditionelle Musik der Farbigen. Aber der Blues wurde auch bereits vermarket. Der in der Literatur bezeichnete erste Blues stammte von W.C. Handy, nannte sich "St. Louis Blues" und wurde mit einem Orchester aufgenommen. Bessie Smith, Ma Rainy und auch Louis Armstrong gehörten zu den ersten Stars.
Wie es sich für eine Lomax-Collection gehört, glänzt auch Blues in The Mississippi Night mit ausführlichen Infos (auf der Scheibe zu hören in den "Conversation"-Tracks). So wichtig und interessant wie die Stücke selbst, sind die Erklärungen dazu. Denn erst sie machen das prallvolle Album zu einer wahren Fundgrube.
Various (Alan Lomax Collection) - Blues in The Mississippi Night
Featuring: Big Bill Broonzy, Memphis Slim, Sonny Boy Williamson