Beim Thema Peace hat Eric Burdon in seinen Songs und auch sonst immer klar Farbe bekannt.
Auch in Winds of Change hat er sich für den Frieden eingesetzt. Eric Burdons poetische Gedanken prangen auf dem Cover des Albums. Es war der Sommer 1967 als die Platte erschien. Burdons Worte bezeugen die sofortige und völlige Bekehrung zur Musik und zum Idealismus des "Californian Dream".
Eric Burdon and the Animals - Winds Of Change
Side one
"Winds of Change" (00:00)
"Poem by the Sea" (03:59)
"Paint It, Black" (Mick Jagger, Keith Richards) (06:14)
"The Black Plague" (12:14)
"Yes I Am Experienced" (18:14)
Side two
"San Franciscan Nights" (21:54)
"Man—Woman" (25.15)
"Hotel Hell" (30.34)
"Good Times" (35:33)
"Anything" (38:33)
"It's All Meat" (41:54)
Eric Burdon - vocals
Vic Briggs - guitar, piano, arrangements
John Weider - guitar, violin
Danny McCulloch - bass
Barry Jenkins - drums
Additional Personnel:
Keith Olsen - "stepped in on some tracks to deputise on bass after Danny McCulloch broke his wrist."
All songs written by Eric Burdon, Vic Briggs, John Weider, Barry Jenkins, Danny McCulloch, except where noted.
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"The House Of The Rising Sun" machte ihn berühmt: Am 11. Mai wird Eric Burdon 81.
Burdon und seine Band, The Animals, gehörten neben den Beatles und den Rolling Stones zu den wichtigsten Vertretern der British Invasion.
Eric Burdons Wurzeln liegen im Rhythm and Blues und im Jazz. Ein Auftritt von Louis Armstrong im Fernsehen war für den kleinen Eric eine Offenbarung. Jazz ist bis heute eine seiner Leidenschaften. Seine anderen Vorbilder Ray Charles und Bo Diddley hörte er intensiv in seiner Zeit als junger Arbeiter in den Kohleminen von Newcastle. "Ich war verrückt nach Musik", erzählte er in dem Dokumentarfilm Eric Burdon: Rock'n'Roll Animal des österreichischen Regisseurs Hannes Rossacher, und erinnerte sich an den Anfang seiner Bühnenkarriere. "Jemand im örtlichen Jazzclub hat mir ein Mikrofon in die Hand gedrückt und ich durfte einen Song singen. Bald wurden es zwei Songs am Abend. Und irgendwann stand ich eine halbe Stunde auf der Bühne."
Weißer Mann, schwarze Stimme
1962 formierten sich die Animals mit Burdon als Leadsänger. Ein Jahr später waren sie die Hausband des angesagten Club-A-Go-Go. Der Sänger Sting, der auch aus Newcastle stammt, erinnerte sich in Rock'n'Roll Animal an die spannende Zeit in den 60er Jahren: "Eric und die Animals waren für Newcastle, was die Beatles für Liverpool und die Stones für London waren. Das Vorbild für die Beat Generation."
Stärker als viele britischen Zeitgenossen von Rhythm & Blues beeinflusst, wurde The Animals zweite Single ihr erster Hit: "House of the Rising Sun", das 1964 Platz 1 erreichte.
"House of the Rising Sun"
1965 folgte eine Reihe von Hits: "Don’t Let Me Be Misunderstood" (Nr. 15), "We Gotta Get Out of This Place" (Nr. 13) und "It’s My Life" (Nr. 23).
Hits waren auch "Inside Looking Out", "See See Rider", "When I Was Young" und die Protestsongs "We Gotta Get Out Of This Place" und "Sky Pilot".
Nach "When I Was Young" (Nr. 15, 1967) hatten die meisten der ursprünglichen Bandmitglieder die Gruppe verlassen und Burdon reformierte The Animals ("The New Animals"), um "San Franciscan Nights" (Nr. 9, 1967) und "Monterey" (Nr. 15, 1968) aufzunehmen.
Der ursprüngliche Bassist Chas Chandler wurde Manager der Jimi Hendrix Experience. Burdon schloss sich später der Jazzrock- und Funk-Gruppe War bzw. Eric Burdon & War an.
Erfolgreich auch in den U.S.A.
Eric Burdons knurrische Stimme und Songs über Entfremdung, Paranoia und andere Elemente jugendlicher Angst gaben den Animals auch in den U.S.A. während der ersten Welle der British Invasion eine wichtige Position. Der Musiker aus Newcastle upon Tyne hat in seiner Karriere gemeinsam mit Chuck Berry, Otis Redding und Bruce Springsteen die Bühne geteilt. Das Konzert, das er mit seiner War-Formation 1970 mit Jimi Hendrix gespielt hat, ist ein Mythos der Popgeschichte, denn es war Hendrix' letzter öffentlicher Auftritt: zwei Tage später war er tot. Später wurde Burdon von Patti Smith und Iggy Pop als einer ihrer Lieblingsmusiker benannt.
In seiner langen Rock'n'Roll-Karriere musste er einige Rückschläge wegstecken und trotzdem hat er unverdrossen seinen Weg fortgesetzt – für den Blues und für den Frieden.
Die Band aus Venedig um Maestro Riccardo Scivales gibts schon seit 1981. Gegen Ende des Sommers kommt ein neues Quanah-Parker-Album.
Hier sehen wir Quanah Parker mit der neuen Sängerin Meghi Moschino: "Sailor Song" (kurzer Auszug). Das Lied ist inspiriert von Coleridges berühmter Ballade "The Rime of the Ancient Mariner" (dt.: "Ballade vom alten Seemann").
Die Meghi
Die italienische Progrock-Band Quanah Parker existiert seit 1981 und hat viele Shows gemacht - und wenige Platten veröffentlicht. Wenige aber gut!
Das Hirn hinter der Band, ein studierter Musiker, hat mehrere Bücher über Jazz verfasst... Siehe unten für einen Lebenslauf von Riccardo Scivales.
Sie haben bis jetzt zwei Studio Releases und ein Live produziert:
2012,Quanah!
2015,Suite degli Animali Fantastici
2019, A Big Francesco(live performance, dem verstorbenen Francesco di Giacomo von Banco gewidmet. CD, DVD)
Über den Gründer der Band
Riccardo Scivales, ein echter Venezianer, ist Komponist, Pianist/Keyboarder, Klavierlehrer und Musikwissenschaftler. Er gilt als einer der international anerkanntesten Autoren von Musikbüchern und Transkriptoren von Stride-, Jazz- und Latin-Klaviersoli.
Seine Begeisterung für den Progrock und für den Jazz stammt aus der frühen Jugend. Sein Idol war damals Yes-Keyboarder Rick Wakeman - um gleich danach den Stride (Stride Piano) zu entdecken, ein Solo-Klavierstil aus der Frühzeit des Jazz, der auf den Ragtime zurückgeht und auf Improvisation basiert.
Riccardo Scivales studierte klassisches Klavier, Schlagzeug und Musiktheorie, später Jazzklavier. Sein Studium der Musikgeschichte schloss er mit summa cum laude an der Universität Venezia ab. Die Dissertation, die er präsentierte, ging um den Stil des Harlem Stride Piano.
Er ist Autor mehrerer Jazz-, Latin- und Progressive-Rock-Klaviertranskriptionen, Etüden, Arrangements und Originalstücke, die in den renommierten US-Musikmagazinen Piano Today, Sheet Music Magazine, Keyboard Classics und The Piano Stylist & Jazz Workshop erschienen.
Nach seiner von der Kritik gefeierten und immer noch sehr gefragten Sammlung von Transkriptionen mit dem Titel Harlem Stride Piano Solos, die 1990 von Ekay Music in Bedford Hills (New York) veröffentlicht wurde, erschienen mehr als zwanzig weitere seiner Klavierlehrbücher, Sammlungen von Transkriptionen, Originalkompositionen und musikalischen Essays, die von Ekay Music und von Neil A. Kjos Music Comp., Soliloquy Music, EDT, Mela Music und Pizzicato veröffentlicht wurden. Seine neuesten Bücher – wie der Bestseller Jazz Piano: The Left Hand und die Sammlung Jazz Piano: Pieces To Grow On – wurden als Teil der renommierten Reihe Steinway Library of Piano Music veröffentlicht, die von Ekay Music / Steinway & Söhne herausgegeben wird. Scivales hat auch alle vierunddreißig italienischen Bände der pädagogischen Klavierreihe von Bastien (Neil A. Kjos Music Company) übersetzt und herausgegeben.
Einige von seinen "Classic Latin"-Songs wurden oft in Konzertprogrammen zusammen mit Werken von Piazzolla, Ginastera, de Falla, Rodrigo, Ponce, Gardel, Ellington, Gershwin, JS Bach, Schubert usw. aufgeführt.
Seine Band Quanah Parker war zunächst 1982 bis 1986 aktiv. Nach einer Pause von zwanzig Jahren, vereinte sich die Gruppe im Jahre 2006 wieder. Erst 2012 veröffentlichten sie ihr offizielles Debüt... Und seitdem gehts nur noch aufwärts mit dem Progrock-Ensemble.
Die Musik ist am schönsten, wenn man sich beim Zuhören gleichzeitig glücklich und deprimiert fühlt. In dieser Hinsicht ist Lullaby for demons ein grandioses Rockprodukt.
Eine Platte, die mit Akribie und viel Herzblut entstanden ist
Obwohl sich die Band Shake Me - durch die Aussagen von Luka Albarella - als Goth'n'Roll-Band bezeichnet, wäre es töricht, ihr neues Album in eine bestimmte musikalische Kategorie oder Unterkategorie einordnen zu wollen. Lullaby for demons bietet trotz seiner stilistischen Homogenität viele Nuancen an.
Official teaser
Man startet mit "Alive" bereits im vierten Gang und es wird sofort klar, dass diesmal die Band auch den internationalen Markt bedienen möchte, und nicht nur weil die Songs auf Englisch gesungen sind. Hier hören wir die 80er (und später auch die 90er) erklingen. Die E-Gitarren und die sehr melodiösen Passagen sind reines Gold, echter Epic Rock: Alles ist energiegeladen und verträumt zugleich. Wir werden also an die Zeiten von Post Punk und Dark Wave erinnert, gleichzeitig aber sind diese Klänge verdammt modern.
Ein Gefühl der Romantik schwebt im zweiten Track, "Savage Love", ein kräftiger Hardrock mit einer darken Färbung: möglicherweise der kompositorische Höhepunkt dieses empfehlenswerten Albums. "Savage Love" (inspiriert von Stanley Kubricks Meisterwerk Eyes Wide Shut) ist die Selbsterkennung einer launischen Einsamkeit. Ein potentieller Hit. Und es gibt noch ein schönes Video dazu, das gerade durch die sozialen Medien kursiert und uns bekannte und weniger bekannte Einblicke von Venedig zeigt. Es sieht aus wie aus einem Film über Gothic Culture...
"Savage Love"
Und es geht weiter mit einer Bandbreite von Glam bis Psychedelic Rock. Oft ist die Musik mit Effekten gewürzt (keine Angst! Nur am Anfang und/oder am Ende jedes Stücks, wie Klammern), die die Klangatmosphäre bereichern. Nicht nur die sehr starken Gitarren: auch die Synthesizer-Arbeit ist exzellent. Und das Saxophon erst!... Oh ja! Lullaby for demons ist wirklich ein Geschenk für sich und - und für jemanden, der uns sehr am Herzen liegt.
"Geisha"
Das Album ist fantastisch und von einwandfreier Qualität, mit einem powervollen und gut modulierten Klang. Hier ist das Sax - gespielt von Antonio Farabella - nicht nur Beiwerk. Wenn es zum Einsatz kommt, adelt es wirklich jeden Song.
Und Lukas Stimme? Beachtlich!
Personalien:
Luka – Gesang
James Castellano, Ricky Portera, Alex De Rosso, Fabio Calluori, Joe Nocerino, Dario Crocetta, Anthes Aliberti, Gabriele Spagnuolo – E-Gitarren
Ricky Portera, Angelo Napoli – Bassgitarre
Mark Basile, Andrea Barone, Nunzio Bisogno – Keyboards, Synths
Antonio Farabella – Sax
Joey Coppola – Drums
"Lonely cell"
Anmerkungen:
James Castellano hat für und mit Piero Pelù, Elisa, Gianna Nannini, Raf gespielt; Ricky Portera für Stadio, Lucio Dalla, Loredana Bertè, Nek.
Andere Guests: Alex De Rosso (wohlbekannter Gitarrist aus Padua, der auch in den USA tätig ist: er hat bei Glam Metal Bands wie Dark Lord und Dokken gespielt), Fabio Calluori (ein anderer geschätzter Gitarrenprofi, der mit der Power Metal Band Heimdall unterwegs war und Leiter des Sonic Temple Studio unweit von Salerno ist) und der Keyboardist Mark Basile (er spielt mit der Progressive Metal Band DGM).
“Laid So Low”, der Track N. 6, ist ein gelungenes Cover von den Tears For Fears.
Luka Albarella, Frontman und Produzent von Shake Me, startete sein Projekt 2009. Lullaby for demonsist das zweite Kapitel der Shake-Me-Saga. Die erste Platte hieß L’inquietudine, mit Texten auf Italienisch, und wurde 2012 veröffentlicht. Es war also Zeit für eine Re-Aktivierung der Band!
"Roses of lies"
Luka Albarella organisiert auch "Rock In Flames", ein Rockfestival in der Stadt Salerno.
Ian Hunter, geboren 1939, Engländer der in US-Bundesstaat Connecticut heimisch geworden ist, war von 1969 bis 1974 (Auflösung-Jahr) Lead-Sänger der Mott The Hoople. Danach nur noch Solokünstler. Oder besser gesagt: unter seinem eigenen Namen tätig und mit guten Mitmusiker.
Seine Wegbegleiter sind fast alle gestorben, doch ist er weiter lebendig und - wenigstens bis vor Coronazeit - schwer aktiv, obwohl mit widerholten Sendenpausen. (Nach dem unerwarteten Misserfolgs eines Albums hatte er sich mal nach Norwegen zurückgezogen...) Er spielte beinahe überall in Europa. Nur Deutschland hat er vermieden... "Weil ich nicht vor zehn Leute in einem Bluesclub in der Pampas auftreten will."
Ian war Kettenraucher, aber als er über David Bowies Tod hörte, hat er die Zigaretten weggeschmissen und - so hat er erzählt - keine mehr angerührt. Mit über 70 zwar - aber okay.
Von Bowies Genie hatten er und Mott The Hoople profitiert, indem sie mit "All The Young Dudes" den ersten großen Erfolg hatten.
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Video 1:Ein Konzert der Ian Hunter Band mit Mick Ronson, dem charismatischen Gitarrenspieler - als Mick noch lebte. Hunter startete seine Solokarriere 1975 eben mit Unterstürzung des ehemaligen Bowie-Gitarristen.
Video 2: Nicht nur wilder Rock'n'Roll: auch nette, ruhigere Balladen gehören zu Ian Hunters Repertoire. Das ist "It Ain't Easy When You Fall/Shades Off".
Video 3:Sein grösstes Werk (ohne die ursprungliche Band): You`re Never Alone With A Schizophrenic, aus dem Jahr 1979. Ein wahrlich großes classic-rock Album.
... Danach verließ er die Band. Trowers und Brookers Standpunkte waren zu verschieden!
Die 1971er Procol Harum ist nichts für Leute, die auf sogenannte Mainstream-Musik stehen. Broken Barricades besticht diesmal durch etwas härtere Töne, beinhaltet aber auch die betont melancholische Linie.
Die drei Trower-Kompositionen "Memorial Drive", "Song For A Dreamer" und "Poor Mohammed" sind erwartungsgemäß besonders gitarrenlastig geraten. Bei "Poor Mohammed" agiert Trower auch als Sänger. "Song For A Dreamer" ist Jimi Hendrix gewidmet, Trowers Idol.
Auch in den restlichen (Gary Brookers) Songs kracht es teilweise ungewohnt heftig für Procol-Harum-Verhältnisse.
Esoteric Recordings / Cherry Red Records hat eine 3-CD-Reissue des historischen Werks vorgelegt! 8 Tracks sind die des original Albums. Dazu kommen verschiedene "raw" oder "alternative versions" von ein Paar Lieder.
Vor einer Shishabar in Atlanta, USA, eskalierte ein Streit zwischen zwei Gruppen von Menschen in eine Schießerei. Zwei starben. Darunter der gerade einmal 26-jährige King Von. Welcome to O'Block heißt sein letztes Album.
King Von. Dayvon Bennett war sein echter Name.
Der gebürtige Chicagoer war gerade dabei, sich einen Namen als Rapper zu machen. 2018 wurde er von dem Rapper Lil Durk unter Vertrag genommen und veröffentlichte über dessen Label 'Only the Family' seine erste Single "Crazy Story", mit der er seinen Durchbruch hatte. 2019 folgte dann sein erstes Album, Grandson, Vol. 1. In diesem Jahr brachte er sogar zwei weitere heraus – das Letztere (Welcome to O'Block, eben) erst vergangene Woche.
Obwohl er in Atlanta lebte, erzählten seine Lieder vor allem von seiner Geburtsstadt, von dem Strassenleben und seinem Wunsch, der Gangmentalität zu entkommen.
Praktisch konnte King Von in Chicago nicht mehr leben. Im Alter von 13 Jahren beging er die ersten Straftaten. Mit 16 wurde er zum ersten Mal festgenommen... Und das war für den Rapper nur der Beginn einer langen Reihe von rechtlichen Problemen.
"I love Atlanta because I can live there with no problems and shit, and that's where there are more rappers", erklärte er in einem Interview. "I like Chicago better though because I have my people out there, but the police know me too well in Chicago and there are people that don't like me."
David Weigel - Progressive Rock: Pomp, Bombast und tausend Takte
Progmusik ist aktueller denn je. Junge Musiker (wie z.B. die deutsche Band Rubber Tea) sind erneut fasziniert von dieser vielfältigen Richtung, die sich vor allem in einem Grundcredo vereint: Progressiv heißt weiterdenken, ein Riff ist nicht nur ein Riff, sondern kann auf den Kopf gedreht werden. Im Allgemeinen bedeutet progressiv so viel wie „fortschrittlich“...
Stilbezeichnungen:
Artrock (Kunstmusik) - wie Pink Floyd, Peter Gabriel, Supertramp, Kate Bush, Tori Amos, The Alan Parsons Project, David Bowie, Radiohead, Björk... Canterbury Sound: näher am Jazz angesiedelten und mit weniger Pathos vorgetragenen Stil. Krautrock (kennen wir alle). Und dann haben wir noch den Spacerock (Space Rock). Den Symphonic Rock (EL & P, Genesis etc.)... Und langsam kommen wir zum New Prog, d.h. zum heutigen "Prog 2.0" (oder ist es vielleicht schon 3.0?)...
Das Phänomen Genesis begann Mitte der 60er Jahre in der Charterhouse Public School (eine Privatschule), wo sich die beiden ursprünglichen Songschreiberteams Tony Banks / Peter Gabriel ("The Garden Wall") und Michael Rutherford / Anthony Phillips ("Anon") kennenlernten und miteinander zu arbeiten anfingen.
Damals war es nicht üblich, als "Public"-Schoolboy in einer Popgruppe zu spielen. Das allein galt schon als Auflehnung gegen die Schulautorität.
Charterhouse School
In den Osterferien 1967 begaben sich Tony Banks, Mike Rutherford, Peter Gabriel und Anthony Phillips zum erstenmal in einer Aufnahmestudio, um ein Demoband zu produzieren. Ihre Stücke waren länger als das klassische 3-Minuten-Format und klangen alle irgendwie rockig, eingängig und doch ganz individuell.
"Wir suchten nach einem Kontakt" erzählte später Banks, "und Jonathan King war ja nun auch ein ehemaliger Charterhouse-Student..."
King war 1965 von dem Internat ausgegangen und hatte eine erfolgreiche Musikkarriere begonnen ("Everyone's Gone To The Moon" erreichte die Top 5-Charts). Er fand die Songs hervorragend (v.a. für eine einfache Schulband) und produzierte zwei Singles und ein Konzeptalbum. Das Album trug den Titel From Genesis To Revelation. From Genesis To Revelation auf Amazon
Als die Jungs das fertige Produkt hörten, waren sie wütend. King hatte einfache Arrangements mit Stimme+Gitarre oder Stimme+Klavier verlangt, während sie darauf bestanden, Orgel- und Gitarrensoli zu spielen. "Das hatten sie nicht besonders gut drauf" erklärte King. "Ich holte sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück."
Noch während der Aufnahmen stieg Chris Stewart, der Drummer, aus (er blieb noch in der Charterhouse, während die anderen bereits ihren Abschluß hatten) und wurde von John Silver ersetzt. 1968 Hört man sich das erste Album heute an, ist es schwer zu verstehen, wie man auf die Idee kommen kann, die Entstehung der Menschheit in zehn einfachen Popsongs wiederzugeben. Der biblische Titel der Platte und das schwarze Cover mit Goldbuchstaben veranlaßten die meisten Plattenläden dazu, From Genesis To Revelation in ihrem religiösen Sortiment verschwinden zu lassen. Verkaufte Exemplare: knapp 600.
Doch diese erste Probe war ein Beweis dafür, dass alle Genesis-Musiker (zu jenem Zeitpunkt noch eine "unbenannte Band": eine Gruppe mit dem Namen "Genesis" gab's schon in den USA) ein enormes Potenzial hatten. Die Akustikgitarren von Phillips und Rutherford bildeten bereits das tragende Zentrum ihrer Musik, und Tony Banks lieferte bemerkenswerte Melodien.
Die traurige Seite der Popwelt
Der Fall Jonathan King / Operation 'Ravine'
Am 9. September 2015 vermeldete die Surrey Aufklärungseinheit zum Fall "Operation Ravine", dass auch Jonathan King und zwei seiner Freunde verhaftet wurden. Sie wurden aber schnell wieder entlassen (wohl gegen Kaution). Etliche Blätter hatten die Verhaftung der über 70-Jährigen als Schlagzeile, aber über die Entlassungen kam sozusagen nichts.
Die Operation, in deren Rahmen ein Pädophilen-Netzwerk ausgehoben werden sollte, bezog sich auf die Zeiten ab 1966.
Mit neuen Erkenntnissen rund um die gleichen Konstellationen von damals, aber deutlich, ganz deutlich unterschiedlich zu seiner tatsächlichen Verhaftung mit Gefängnis von 2001: Jon Ronson, "The Fall of a Pop Impresario." In: The Guardian (2002).
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Aus dem Polizeibericht betreffend Operation Ravine, "an investigation conducted by Surrey Police beginning in 2014, and concluded with the unsuccessful prosecution of Kenneth George King (aka Jonathan King) in August 2018":
... sexual abuse relating to a significant number of victims and six designated suspects. (...) three suspects predeceased the investigation process, or its finalisation. This left allegations against two remaining suspects, namely Jonathan King and Christopher Denning.
The Walton Hop - eine beliebte und berühmte Young-Teen-Disco Ende der 60ger
(Annonce: If you are between 8-12 show this to your parents and you'll get the first real Disco)
Aufgrund der neuen Erkenntnisse erklärte sich 2016 Chris Denning, populärer Radiomoderator, für schuldig diverser schwerer Übergriffe 1967-1987 (also 20 Jahre im Schatten der BBC) und wurde zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt.
Last December, Chris Denning was jailed for 13 years at Southwark Crown Court, for sexually assaulting 24 boys – some as young as 10 years old – between 1967 and 1987.
Prosecutor Neil Moore said at the 73-year-old’s sentencing that some victims claimed they were abused up to 60 times, and that Denning found them at skateparks, youth centres and discos such as the Walton Hop.
Siehe auch: Der Fall Jimmy Savile
Die Zustände (insbesondere Wegsehen und Mitwissenschaft) müssen in einigen BBC-Bereichen 1965-1985 schon sehr krass gewesen sein. Anna Raccoon alias Susanne Nundy, eine angesehene Aktivistin (2017 gestorben), schrieb jahrelang darüber. The Walton Hop and Operation Ravine.
Jonathan King
Zum Vertiefen.
In Englisch: Article 'The Jonathan King Case' by John Stefan; Article translated from Dutch; OK Magazine, no. 88; December 2003