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16 Juni, 2006

Stoned

Die letzten Monate des charismatischen ex-Rolling-Stones-Gitarristen Brian Jones, der 1969 mit 27 Jahren in seinem Swimmingpool ertrank.

Brian Jones ist neben Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jimi Morrison eines der "Opfer" der wilden 60er. Der Mitbegründer der Rolling Stones starb in der Nacht zum 2. Juli 1969. Er ertrank in seinem Swimmingpool. Das Ende eines Hippie-Traum und der Ausgangspunkt, um die vergessene Welt von Jones and Licht zu zerren, seinen Heroismus, die Naivität der Sechziger und die nicht bewiesene Mordtheorie.



1993 erschütterte das Geständnis des ehemaligen Architekten Frank Thorogood die Medienwelt für kurze Zeit, der auf dem Sterbebett bekannte, für Brian Jones Tod verantwortlich zu sein - und geriet schnell wieder in Vergessenheit. Die Version vom tragischen Unfalltod durch Drogen und ein schnelles Leben fügte sich einfach besser in die Reihe anderer toter Rock-Heroen wie Joplin, Hendrix und Morrison, die allesamt unter ähnlichen Umständen aus dem Leben schieden. Und bis heute ist nicht wirklich klar, was in jener Nacht geschah, in der Brian Jones wenige Tage nach seinem Rauswurf bei den Rolling Stones starb.

Regisseur Stephen Woolley versuch sich an einer tiefgründigen Erzählung. Selbst in den 60er-Jahren in Nord Londons aufgewachsen, beschäftigte er sich lange mit den Recherchearbeiten. Das Ergebnis: Stoned, filmische Hommage an eine Musiklegende. In der Hauptrolle ist der unbekannte Leo Gregory.
Aufgewachsen in einem konservativen Elternhaus, fing Brian Jones frühzeitig an, sich aufzulehnen. Er schwängerte mit 16 Jahren seine 14-jährige Freundin, kurz darauf eine verheiratete Frau. Seine kreative, aber auch sehr komplexe Persönlichkeit bildet den Schwerpunkt des Films. Zwischen den von LSD-Trips ausgelösten Farbverfremdungen entdeckt der Zuschauer kleine Gesten, Selbstreflexion, einsame Momente, die aber wieder in Egoismus umschlagen.

Der Rockstar, von Alkohol und Drogen gezeichnet, wurde aus der Band gedrängt - nur einen Monat vor seinem Tod im Pool.



Stoned
(Großbritannien 2005)

Regie: Stephen Woolley
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade
Schauspieler: Will Adamsdale (Andrew Loog Oldham), Yousef Altin (Bill Wyman), Ras Barker (Lodger), Gerard Bell (Music Teacher), Simon Chandler (Mary s Father), Paddy Considine (Frank Thorogood), Nathalie Cox (Gretal), Luke de Woolfson (Mick Jagger), Guy Flanagan (Dino), Leo Gregory (Brian Jones), Will Hodgkinson (Oldham s driver), Eleanor James (Journalist), Gary Love (Jeff), Monet Mazur (Anita Pallenberg), Simon Minihane (Ian Stewart), David Morrissey (Tom), Cherie Nichole (Secretary), Tuva Novotny (Anna Wohlin), Lisa O'Reilly (Mary), Alfie Owen-Allen (Harry), Rüdiger Rudolf (Volker), Johnny Shannon (Landlord), Angela Simms (Mrs. Jones), David Walliams (Accountant), Amelia Warner (Janet), India Weber (Girl by Pool), Ben Whishaw (Keith Richards), James D. White (Charlie Watts)

03 Februar, 2006

Walk the Line: Das war Johnny Cashs Leben

WALK THE LINE (USA 2005)

Regie: James Mangold.
Buch: Gill Dennis, James Mangold. Musik: T-Bone Burnett.
Mit: Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon, Ginnifer Goodwin, Robert Patrick, Dallas Roberts, Dan John Miller, Larry Bagby, Shelby Lynne, Tyler Hilton, Shooter Jennings.

Twentieth Century Fox, 136 Min.

Walk the Line - Johnny Cash

Es war 1953 als Johnny Cash seine erste Band gründete: in Landsberg, Bayern. Cash war dort als Funker der US Air Force in einem Abhörposten stationiert und die Gruppe hieß Landsberg Barbarians.
Der Film Walk the Line erzählt die Lebensgeschichte des Country-Stars, von seiner Kindheit in Armut (etwa um 1944) bis zu seinem ersten Comeback 1968. Die Eingangssequenzen gilt seinem legendären Auftritt im Gefängnis von Folsom: frenetisch angefeuert von den Knastinsassen, legt Johnnys Band einen mitreißenden Beat vor...
Die Geschichte wird von Regisseur James Mangold rückblickend erzählt. Die Jahre an der Seite von Jerry Lee Lewis und Elvis Presley, auf Tourneen für das Sun Label, die zermürbenden Fahrten in den Bandbussen, den Rock, die Religion, die Nächte und Vormittage mit Alkohol und Drogen, zynische Sprüche und zerdepperte Hotelzimmer. Zwischendurch ist ein psichisches Trauma aus der Jugendzeit zu bewältigen: Johnnys Vater (im Film: Robert Partrick) suggerierte ihm, schuld am Tod seines Bruders Jack zu sein.



Joaquim Phoenix kommt der Country-Ikone verblüffend nahe; und die rassige Reese Witherspoon brilliert in der Rolle von Cashs große Liebe June Carter. Die bewegende Lovestory von Johnny und June steht im Zentrum des Films.
Musikalisch ist Walk The Line natürlich ein absoluter Hochgenuss. Anders als Jamie Foxx in seiner Oscar-gekrönten Performance in Ray spielen und singen Joaquin und Reese alle Lieder selbst. Beide wurden eben für den Oscar nominiert, und es ist großartig, ihnen bei ihrer Arbeit zuzuschauen. In den zahlreichen Gesangspassagen kommt eine unglaublich intensive Stimmung auf, die voll zu begeistern weiß. Mitunter sind es gar richtiggehend magische Momente, wenn Joaquin Phoenix mit einem "Hello, I’m Johnny Cash" zu einem neuen Konzert lädt.



Der "Man In Black" spielte am liebsten für die, die die Gesellschaft ausgrenzt.
Er prägte die Musik seiner Zeit wie kaum ein Zweiter. Sein Tod versetzte eine ganze Nation in Trauer. Selbst die junge Generation, die mit der Musik der Country-Legende eigentlich so gar nichts anzufangen wusste, war bestürzt.
Johnny Cash verstarb am 12. September 2003 an einer rätselhaften Krankheit.





Seine größten Erfolge:


- "(Ghost) Riders in The Sky"
- "Hey Porter"
- "Cry Cry Cry"
- "The Folsom Prison Blues"
- "Man In Black"
- "I Walk The Line"
- "Don't Take Your Guns To Town"
- "Ring Of Fire"
- "Orange Blossom Special"
- "A Boy Named Sue"
- "Oh Lonesome Me"
- "If I Were A Carpenter"
- "Highwayman"
- "Give My Love To Rose"
- "The Man Comes Around"
- "Hurt"
- "Delia's Gone"